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Doppelter Jahrgang G8/G9: Zweite individuelle Kursbetrachtung zeigt bei differenziertem Bild nur geringe Abweichung zwischen G 8 und G 9

Mehr zu: G8, Gymnasium, Saarland, Zeugnis, Schule
Saarbrücken, 24.10.2008 -

Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat heute (24.10.2008) die Ergebnisse der Auswertung aller Leistungs- und Grundkurse des zweiten Hauptphasenhalbjahres des Doppeljahrgangs G8/G9 vorgestellt.

Ausgangspunkt der ersten begleitenden Auswertungen der Kursergebnisse im Doppeljahrgang G8/G9 waren die im vergangenen Jahr an das Ministerium herangetragenen Befürchtungen, dass in den gemeinsamen Kursen von G8/G9-SchülerInnen die G8er "reihenweise massiv einbrechen", die G8er "ins Bodenlose stürzen" und "in großer Zahl die G8er die Schule verlassen müssen," und dass insbesondere in einigen Fächern wie beispielsweise Mathematik, Deutsch oder Biologie "alle G8er durchgängig benachteiligt" wären.

Auch die zweite Auswertung hat ergeben, dass sich keine dieser Befürchtungen bestätigt hat.

Die Auswertung:

Der Jahrgang hat insgesamt etwa 6.000 Schülerinnen und Schüler, davon sind jeweils rund die Hälfte G8-Schüler und G9-Schüler. Die G8- und G9- Schülerinnen und Schüler werden in rund 2.700 Grund- und Leistungskursen gemeinsam unterrichtet.

Wie auch im 1. Halbjahr wurden für alle Kurse des 2. Halbjahres der Hauptphase die Mittelwerte der Zeugnisnoten getrennt nach G8ern und G9ern erfasst, dabei wurden sowohl die Ergebnisse in den Leistungskursen als auch in den Grundkursen verglichen.

Die Ergebnisse:

Es hat sich im 2. Halbjahr der Hauptphase bestätigt, dass nur ein geringer Unterschied zwischen den beiden Gruppen festzustellen ist. Er hat sich gegenüber der ersten Auswertung nochmals verringert.

Im Durchschnitt über alle Fächer und Kurse beträgt der Unterschied in der 15-Punkte-Skala weniger als einen drittel Punkt, was weniger als einer neuntel Note im Notensystem "sehr gut - gut - befriedigend ..." entspricht.

Die Notenauswertung hat zudem ergeben, dass kein erkennbares Muster der Bevor- oder Benachteiligung von G8- oder G9-Schülerinnen und -Schülern vorliegt. Das heißt, die nach der ersten Auswertung eingeleiteten Maßnahmen wie Besprechungen mit den Schulen, wiederholende Vertiefung zurückliegenden Stoffes in den im Lehrplan vorgesehenen Freiräumen, verstärkte Binnendifferenzierung in Kursen mit auffälligen Ergebnissen, gegebenenfalls Verringerung der Kursfrequenz durch Einrichtung eines zusätzlichen Kurses und in Sonderfällen auch dauerhafter Zusatzunterricht durch Fachlehrer gegriffen haben.

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