Kultusministerium: Schulen für Vertretungskonzept verantwortlich
Lehrerwochenstunden für Hausaufgabenbetreuung bei den Schulen angekommen - Zumeldung zu lsw 7280: Verband schlägt Alarm: Pflichtunterricht an Gymnasien fällt aus
Mehr zu: Baden-Württemberg, Gymnasium, Jugendbegleiter, Lehrermangel, Schulverwaltung, Unterrichtsversorgung, SchuleTrotz intensiver Anstrengungen der Schulverwaltung und der Schulen selbst wird es einen hundertprozentigen Ausgleich von Unterrichtsausfall auch in Zukunft nicht geben können.
Die Schulen verfügen über Vertretungskonzepte, mit denen sie Unterrichtsausfall aufgrund kurzfristiger Erkrankungen vermeiden können. Zur Entwicklung solcher Konzepte stellt das Kultusministerium den Schulen im Internet "Best-practice"-Beispiele zur Verfügung. Zum Ausgleich längerfristiger Erkrankungen von Lehrkräften steht den Schulen sowohl die fest installierte Lehrerreserve - insgesamt 1.250 Stellen, davon 250 für die Gymnasien - als auch Mittel für befristete Krankheitsvertretungen in Höhe von insgesamt bis zu 17 Millionen Euro zur Verfügung. Für Vertretungen aufgrund von Elternzeit, Mutterschutz, Tod oder vorzeitiger Zurruhesetzung gibt es keine Mittelbeschränkung. Um den Pflichtunterricht an den Gymnasien zu gewährleisten, hat das Kultusministerium zum Schuljahresanfang 1.340 neue Gymnasiallehrkräfte in den Schuldienst eingestellt, so viel wie in keiner anderen Schulart. Auch der ehemals hohe Altbewerberbestand ist nahezu abgebaut worden, das heißt alle einstellungswilligen und entsprechend mobilen Gymnasiallehrkräfte haben eine Einstellungschance erhalten.
Das Kultusministerium widerspricht auch der Darstellung des Philologenverbands, dass für die Erteilung der Hausaufgabenbetreuung die Lehrkräfte zuständig sind. Aufgabe der Lehrkräfte ist die Organisation und Koordination dieses Angebots sowie die Qualifikation der Hausaufgabenbetreuer. Die dafür notwendigen Lehrerwochen-stunden, durchschnittlich fünf je Gymnasium, sind in der Gesamtlehrerzuweisung enthalten gewesen. Hausaufgabenbetreuer, beispielsweise Oberstufenschüler oder Jugendbegleiter, erhalten Aufwandsentschädigungen. Jedem Gymnasium steht dazu ein Budget von durchschnittlich 4000 Euro zur Verfügung.
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