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Aktionsbündnis Gegliedertes Schulwesen warnt vor Teilnahme an Schulstreiks und Demonstrationen gegen "marodes Bildungssystem" am 12. November 2008

Ja zu besseren Unterrichtsbedingungen, nein zur Zwangseinheitsschule

Mehr zu: Bildungswesen, Bundeswehr, Elternrecht, Schulentwicklung, Schülerstreik, Schulstruktur, Schule
Berlin, 30.10.2008 -

Das Aktionsbündnis Gegliedertes Schulwesen hat nachdrücklich vor einer Unterstützung des "Schulstreiks" gewarnt, der – verbunden mit Schülerdemonstrationen – am 12. November 2008 in etwa 20 deutschen Städten, darunter fünf Städten in Niedersachsen, gegen das "marode Bildungssystem" stattfinden soll.

Aktion ideologisch unterwandert

Die Demonstrationsaufrufe zeigten, dass tatsächliche Missstände wie Unterrichtsausfall und zu große Klassen nur den Vorwand liefern sollten, um stramm ideologische Ziele wie die Zerschlagung des gegliederten Schulwesens und die weitgehende Abschaffung angemessener Leistungsanforderungen durchzusetzen, sagte Wolfgang Kuert, Sprecher des Aktionsbündnisses. An der Aktion seien auch linksradikale Schülergruppen, etwa aus Berlin und Nürnberg, maßgeblich beteiligt. In ihren Internet-Aufrufen forderten sie etwa: "Weg mit dem dreigliedrigen Schulwesen", ein "Nein zur Elitebildung", die Abschaffung aller Kopfnoten und ein "Nein zum Superstress". Dass es diesen Gruppen um ganz andere Dinge als die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen gehe, zeige die Tagesordnung eines "SchülerInnengegengipfels" mit Themen wie "Schule im Kapitalismus", "Widerstand gegen Kopfnoten", "Bundeswehragitation an Schulen" und "Weg mit dem dreigliedrigen Schulsystem".

Scharfe Kritik übte Kuert an der Unterstützung des niedersächsischen Demonstrationsaufrufes, der unter anderem die Zwangseinheitsschule für alle fordere, durch einige Elternvertretungen wie etwa den Stadtelternrat Braunschweig und Oldenburg. Diese Elternräte forderten nichts anderes als die Abschaffung des Elternrechts auf freie Schulwahl und missbrauchten damit ihr Mandat. Sie ließen sich bewusst oder unbewusst vor den Karren ideologischer Drahtzieher spannen. Das Aktionsbündnis werde in Zukunft öffentlich deutlich machen, dass sie die Auffassungen und Rechte der breiten Elternmehrheit mit Füßen treten.

Auch Kritik an Unterstützerszene in Elternräten

Kuert unterstrich, dass sich die in dem Aktionsbündnis zusammengeschlossenen Eltern- und Lehrerverbände weiter mit Entschiedenheit für mehr Geld für die Bildung, für mehr Lehrer und besseren Unterricht und ein begabungsgerechtes, leistungsorientiertes Schulwesen einsetzen würden. Mit einer kleinen und lautstarken Minderheit ideologischer Eiferer und Krawallmacher gebe es dabei keine Gemeinsamkeiten.

Bad Harzburg, 30. Oktober 2008

(Die Pressemeldung des Aktionsbündnisses Gegliedertes Schulwesen (Sprecher Wolfgang Kuert, Geschw.-Scholl-Ring 2, 38667 Bad Harzburg) wurde zugestellt vom Deutschen Philologenverband)

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