Initiative D21 e. V.
Initiative D21 fordert Öffnung des Bildungssystems hin zur Digitalen Kompetenz
Veröffentlichung von Handlungsempfehlungen für den Einsatz von IKT im Unterricht / Initiative D21 stellt Forderung nach einem schlüssigen Gesamtkonzept für die Vermittlung der Digitalen Kompetenz
Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgipfel, Deutschland, E-Learning, Informatik, Medienkompetenz, Weiterbildung, SchuleDie Initiative D21 begrüßt den Start der Nachwuchsinitiative "Erlebe IT" auf dem 3. IT-Gipfel in Darmstadt, die die Idee des erfolgreichen Ambassador-Prgrammes der D21 aufgreift. Seit Beginn dieses Projektes im Jahr 2000 haben dabei über 1.500 Botschafter ("Ambassadore") aus Mitgliedsfirmen der Initiative D21 in Schulen für die Berufe und Studiengänge der Informationstechnologie geworben.
Mit Besorgnis nimmt die Initiative D21 dagegen zur Kenntnis, dass die Grundlagen für die Anwendung und Weiterentwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) – die Digitale Kompetenz – nach dem Bildungsgipfel auch auf dem IT-Gipfel nicht ausreichend diskutiert wurden.
Dabei sind die Auswirkungen durch den rasanten technischen Wandel auf die Gesellschaft weder aufhaltbar noch umkehrbar. Die Gesellschaft "digitalisiert" sich immer mehr und die Initiative D21 sieht es als ihre Aufgabe, sie zu begleiten und mit Elan in die Zukunft zu führen. Ein Ziel muss dabei sein, ein schlüssiges Gesamtkonzept bei der Vermittlung der Digitalen Kompetenz, zu entwickeln, das derzeit so nicht vorhanden ist.
Forderungen aus D21-Projekt geben Richtung vor
Mit dem Projekt "Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft!" hat die Initiative D21 eine Plattform geschaffen, durch die die Entwicklungen im Kontext des Web 2.0 ideal in den Unterricht und die Schulorganisation eingebettet werden sollen. D21-Vizepräsident Hannes Schwaderer dazu: "Die neue Lehrergeneration ist mit IKT aufgewachsen und möchte diese in den Unterricht integrieren. Wir unterstützen Sie dabei mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln." Der vorhandene Enthusiasmus und Wille der Referendare/innen benötigt allerdings mehr Unterstützung, als nur eine Randnotiz auf dem IT-Gipfel zu sein. Nach Abschluss der Pilotphase 2008 haben sich daher für die Initiative D21 folgende Handlungsempfehlungen an die Beteiligten im Bildungssystem ergeben.
- In Deutschland ist eine stärkere Öffnung der staatlichen Schulen und des Curriculums im Hinblick auf die digitalen Technologien bzw. hin zu einem vernetzten, außerschulischen Wissen überfällig. Nur so kann der Tatsache, dass in Deutschland IKT kaum im Unterricht genutzt wird, und der Digitalen Spaltung entgegengewirkt werden.
- Zugleich müssen über den Gebrauch digitaler Anwendungen Eigeninitiative und -Verantwortung, Vernetzung und kooperatives Arbeiten sowie selbstorganisiertes (lebenslanges) Lernen als Schlüsselqualifikationen für Lehrende und Lernende fächerübergreifend gefördert werden.
- Separate "Computerräume" und eine durch kommunale oder regionale Behörden verwaltete Medienausstattung sind aufgrund der Entwicklung von "Netbooks", "Smartphones" und "mobile Internet" kaum noch zeitgemäß. Der nächste Schritt muss deshalb die sukzessive Einbindung und Nutzung der privaten IT-Ausstattung von Lehrkräften und Schüler/innen sein.
- Der Standort Deutschland ist auf die Zukunftsressourcen Wissen, Kreativität und Innovation angewiesen. Ein gesamtgesellschaftliches Klima, das neue Ideen und den Umgang mit virtuellen Gestaltungsräumen zum Experimentieren und Forschen schon im Kindesalter individuell fördert, ist entscheidend für den Erfolg künftiger Generationen und die Prosperität des Landes. Das Thema "Integration von digitalen Medien in Schule und Unterricht" ist deshalb bei allen politischen Reformvorhaben im Bildungsbereich als strategische Basis mit einzuplanen.
Zur Umsetzung dieser Empfehlungen wird sich die Initiative D21 auch weiterhin mit Ihren Partnern aus Politik und Wirtschaft engagieren, um der Digitalen Gesellschaft in Deutschland den Weg zu ebnen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.initiatived21.de und auf dem Projektblog unter www.blog.initiatived21.de
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