Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Schülercampus "Mehr Migranten werden Lehrer"
Workshop will Interesse junger Zuwandererkinder für Lehrerberuf wecken – Bewerbungsschluss 15.01.2009
Mehr zu: Berufsorientierung, Integration, Lehrerbildung, Migration, Nordrhein-Westfalen, Schülercampus, Statistik, Stiftungen, Stipendien, Studienwahl, Weiterbildung, SchuleUm mehr junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den Lehrerberuf zu interessieren, findet der Schülercampus "Mehr Migranten werden Lehrer" 2009 erstmals auch in Düsseldorf statt. Vom 27. Februar bis 2. März 2009 können maximal 30 Schüler mit Zuwanderungsgeschichte an einem viertägigen Workshop teilnehmen, um sich über den Lehrerberuf zu informieren. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2009.
Etwa jeder vierte Schüler in Nordrhein-Westfalen hat eine uwanderungsgeschichte. In manchen Großstadt-Schulen liegt der Schüleranteil aus Zuwandererfamilien über 60 Prozent, in einzelnen Klassen sogar bei bis zu 90 Prozent. Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte sind dagegen eher eine Ausnahme, in Nordrhein-Westfalen beträgt ihr Anteil nur etwa ein Prozent.
Der Schülercampus "Mehr Migranten werden Lehrer" will Schüler mit Zuwanderungsgeschichte für das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf interessieren. Der Schülercampus vermittelt einen Überblick über Struktur und Inhalt von Studium und Beruf. Die Teilnehmer erfahren, welche Anforderungen der Arbeitsalltag mit sich bringt welche Karrierechancen sich bieten.
Schulministerin Barbara Sommer: "Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte sind Vorbilder. Sie stehen für eine gelungene Integration und erfolgreiche Bildungskarrieren. Wir brauchen mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte an unseren Schulen, weil sie mit ihren kulturellen, mehrsprachigen und fachlichen Kompetenzen dazu beitragen können, die Lernerfolge von Schülerinnen und Schülern mit ausländischen Wurzeln zu verbessern."
Dr. Markus Baumanns, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der ZEIT-Stiftung: "Lehrer mit Zuwanderungsgeschichte werden dringend gebraucht – als Vorbilder, Vertraute und Brückenbauer zwischen Schule und Familie."
"Auch der Hertie-Stiftung ist es ein Anliegen, durch aktive Förderung die Zahl der Lehrkräfte mit Migrationshintergrund zu erhöhen. Mit 'Horizonte', unserem Lehramtsstipendium für Migranten, setzen wir bislang bei Studierenden und Referendaren an. Mit dem Schülercampus können wir jetzt auch Schüler erreichen", so Katharina Lezius, die die universitären Stipendienprogramme der Hertie-Stiftung verantwortet.
Die ZEIT-Stiftung hatte das Studienorientierungsangebot 2008 in Hamburg nitiiert. Im nächsten Jahr wird es in Kooperation mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung zeitgleich auch in Nordrhein-Westfalen angeboten.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 040/41 33 68 70, E-Mail: .
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