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Bildungsfinanzbericht: Niedersachsen weiterhin auf gutem Weg

Mehr zu: Bildungsausgaben, Deutschland, Föderalismus, Niedersachsen, Statistik, Hochschule
Hannover, 02.12.2008 -

Die hohe Priorität, die der Bildung in Niedersachsen zukommt, dokumentiert sich auch im Bildundungsbericht 2008, der im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder erstellt und am (heutigen) 2. Dezember veröffentlicht wurde. Gleichzeitig wird deutlich, dass noch erhebliche Anstrengungen erforderlich sind, um das selbstgesteckte Ziel zu erreichen, dass in Deutschland der Anteil der Aufwendungen für Bildung und Forschung bundesweit auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis zum Jahr 2015 gesteigert werden soll.

Der Anteil der Ausgaben für Bildung am Landeshaushalt ist bundesweit in Baden-Württemberg mit 25,6 Prozent und in Niedersachsen mit 24,6 Prozent am höchsten (Stand: 2005). Bis zum Jahr 2008 ist dieser Anteil in Niedersachsen weiter auf 25,6 Prozent angestiegen. Die laufenden Ausgaben je Studierenden liegen an den Hochschulen in Niedersachsen mit 8.320 EUR deutlich über dem Bundesdurchschnitt in Höhe von 7.180 EUR. Dies ist in der Tatsache begründet, dass die niedersächsischen Hochschulen überproportional viele Studienplätze in "teuren" Fächern, wie Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften, anbieten.

Gleiches gilt für die Ausgaben für Bildungseinrichtungen im Tertiärbereich in Höhe von 13.300 EUR je Bildungsteilnehmer im Vergleich zu 11.900 EUR, die bundesweit im Durchschnitt aufgewandt werden. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Ergebnisse der Bildungsfinanzstatistik wegen landesspezifischer Besonderheiten nur begrenzt vergleichbar sind.

"Bei der Verbesserung der Studienqualität hat Niedersachsen seine Hausaufgaben gemacht", hob Wissenschaftsminister Lutz Stratmann hervor. "Hierzu haben neben der Anpassung der Betreuungsrelationen über verbesserte Curricularnormwerte auch die Studienbeiträge einen erheblichen Beitrag geleistet. Beides zusammen deckt für Niedersachsen im wesentlichen auch den durch den Wissenschaftsrat formulierten Zusatzbedarf zur Verbesserung der Qualität der Lehre von bundesweit rund 1,1 Mrd. Euro pro Jahr ab. Die große Herausforderung für die nächsten Jahre besteht eher darin, die Expansion des Hochschulbereichs zu gestalten, ohne Abstriche an der Qualität zu machen."

Der absehbare Anstieg der Zahl der Studienbewerber ergibt sich aus dem doppelten Abiturjahrgang, aus dem Anstieg der Bildungsbeteiligung und daraus, dass verstärkt der Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte ermöglicht werden soll, um die Durchlässigkeit des Bildungssystems insgesamt zu erhöhen.

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