Thüringer Kultusministerium
Erster Platz bei Bildungsausgaben für allgemein bildende Schulen
Müller zum Bildungsfinanzbericht: "Bestätigung unserer Bildungspolitik"
Mehr zu: Bildungsausgaben, Deutschland, Föderalismus, Individuelle Förderung, Schülerzahlen, Statistik, Thüringen, SonderthemenMit 6.400 Euro pro Schüler hat Thüringen die höchsten Bildungsausgaben im Bereich allgemein bildende Schulen. Es folgen Hamburg mit 6.200 Euro, Berlin und Sachsen-Anhalt mit je 6.100 Euro. Das gehe aus dem heute veröffentlichten Bildungsfinanzberichts 2008 hervor, erklärte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU).
Bei den öffentlichen Bildungsausgaben im gesamten Schulbereich, einschließlich der berufsbildenden Schulen, liegt Thüringen mit 5.600 Euro pro Schüler weit über dem Bundesdurchschnitt von 4.700 Euro. Damit nimmt der Freistaat Rang zwei hinter dem Stadtstaat Hamburg ein. Bei den öffentlichen Ausgaben für Hochschulen liegt Thüringen mit 7.570 Euro pro Studierenden über dem Bundesdurchschnitt von 7.180 Euro pro Studierenden und auf dem ersten Platz bei den Flächenländern Ost. Zum Vergleich: Sachsen-Anhalt 7.300 Euro, Mecklenburg-Vorpommern 7.290 Euro, Sachsen 6.980 Euro, Brandenburg 5.680 Euro. Im internationalen Kontext, hier sind die Bildungsausgaben breiter gefasst, nimmt Thüringen mit 8.000 Euro pro Bildungsteilnehmer des Primar- bis Tertiärbereiches hinter den Stadtstaaten ebenfalls die Spitzenposition der Flächenländer ein und liegt weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 7.000 Euro.
Kultusminister Müller dazu: "Kontinuität, engagierte Lehrerinnen und Lehrer sowie gute Rahmenbedingungen haben Thüringen zu einem der erfolgreichsten Bildungsländer Deutschlands gemacht. Nach der letzten PISA-Studie ist auch der Bildungsfinanzbericht 2008 eine deutliche Bestätigung unserer Bildungspolitik mit Augenmaß. Unsere Schüler sind uns viel wert. Trotz sinkender Schülerzahlen haben wir die hohe Finanzausstattung aufrecht erhalten. Damit Thüringen weiter erfolgreich ist, setzt die Landesregierung auch künftig auf das leistungsfähige gegliederte Schulsystem. Der Einheitsschule, die gleichbedeutend mit der Abschaffung des Gymnasiums ist, erteilen wir eine klare Absage. Die individuelle Förderung jedes Einzelnen ist und bleibt unser Ziel. So bleibt Thüringen Bildungsland auf höchstem Niveau."
Das Statistische Bundesamt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beauftragt, ab 2008 jährlich einen Bildungsfinanzbericht vorzulegen. Der Bericht orientiert sich hinsichtlich der Datenbasis und Methodik am bisherigen Bildungsfinanzbericht der BLK. Die öffentlichen und privaten Bildungsausgaben werden mit einer Systematik dargestellt, die nationale und internationale Vergleiche ermöglicht. Weitere Informationen sind im Internet unter www.destatis.de zu finden.
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