Kultusminister Helmut Rau: "Die Leseleistungen unserer Kinder liegen international auf hohem Niveau"
Mehr zu: Baden-Württemberg, Föderalismus, Grundschule, IGLU-Studie, Lesekompetenz, Sprachförderung, TIMSS (Studie), SchuleMit 550 Punkten platziert sich Baden-Württemberg über dem nationalen Durchschnitt (548) und damit deutlich über dem EU- und dem OECD-Durchschnitt mit jeweils 534 und 537 Punkten
Insgesamt liegen die Ergebnisse von 13 Bundesländern in einer relativ homogenen Leistungsgruppe ohne signifikante Abweichungen
Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler muss intensiviert werden
"Mit 550 Punkten platziert sich Baden-Württemberg über dem nationalen Durchschnitt und liegt damit deutlich über dem der EU und der OECD", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL am Dienstag (9. Dezember) in Berlin. Die Leistungsunterschiede zwischen den deutschen Ländern seien nach Aussage der beauftragten Wissenschaftler so marginal, dass sie sich mit Ausnahme des Spitzenreiters Thüringen und der Schlusslichter Bremen und Hamburg nicht in ein aussagekräftiges Ranking einordnen ließen.
Die baden-württembergischen Grundschulen haben damit die Leseleistungen in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau stabilisiert. "Diese Leistung verdient Anerkennung. Die vielfältigen Maßnahmen zur Sprachförderung werden in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass weitere spürbare Verbesserungen erkennbar werden", sagte Rau. Besonderes Augenmerk müsse auf die Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler sowie die intensive Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund gerichtet werden. "Es ist uns offensichtlich noch nicht in ausreichendem Maße gelungen, die Unterschiede zwischen einheimischen und zugewanderten Kindern zu verringern", erklärte Rau. Eine wesentliche Rolle spiele laut Studie der Besuch des Kindergartens vom dritten Lebensjahr an. Wichtig werde sein, dass die Kindergärten den Orientierungsplan, der eine intensive Sprachförderung beinhaltet, konsequent und engagiert umsetzen. Ein weiterer wichtiger Ansatz sei auch die Verstärkung der inneren Differenzierung im Leseunterricht und eine gezielte Förderung des Lesens in allen Fächern.
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