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Pressemeldung
Deutscher Kulturrat e.V.

Digitalisierung der Medien Schwerpunktthema für den Deutschen Kulturrat 2009

Urheber haben Anspruch auf angemessene Vergütung - auch in der digitalen Welt

Mehr zu: E-Learning, Geisteswissenschaften, Informatik, Urheberrecht, Vergütung, Sonderthemen
Berlin, 11.12.2008 -

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat in seiner gestrigen Sprecherratsitzung beschlossen, das Thema Digitalisierung der Medien zum Schwerpunktthema seiner Arbeit für das kommende Jahr zu machen.

In den letzten Jahren hat sich der Deutsche Kulturrat in verschiedenen Stellungnahmen zur Entwicklung der neuen Medien positioniert. Seine Positionen wurden in der gestrigen Sitzung durch die Verabschiedung der Stellungnahme "Digitalisierung der Medien als Herausforderung für Gesellschaft und Politik" ergänzt. Es ist geplant, in Kürze zu weiteren Themen – insbesondere der Retrodigitalisierung von Printmedien – Stellungnahmen abzugeben.

Nicht nur die Medien selbst, sondern alle künstlerischen Sparten sind von der Digitalisierung im Zusammenspiel mit der Globalisierung betroffen. In der aktuellen Stellungnahme geht der Deutsche Kulturrat vor allem auf folgende Fragen ein:

  • Konvergenz der Medien
  • Wert der Kreativität
  • Medienbildung und Medienkompetenz

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Die Digitalisierung der Medien und die daraus entstehenden Herausforderungen für die Künstler, die Kulturwirtschaft und die Kulturvermittler ist das Schwerpunktthema für den Deutschen Kulturrat 2009. Durch die digitalen Medien und ihre weltweite Verfügbarkeit wird die Frage nach dem Wert kreativer Leistungen neu aufgeworfen. Inhalte sind vermeintlich allgegenwärtig verfügbar. Der Urheber der Inhalte gerät dabei oft in den Hintergrund. Der freie Zugang zu Inhalten lässt oftmals den Eindruck entstehen, dass die Angebote gratis seien. Forderungen nach "open access" verstärken diese Entwicklung. Der kostenfreie Zugang zu Inhalten scheint zunächst eine demokratische Forderung zu sein, die zu mehr Teilhabe beitragen kann. Letztlich ist "open access" aber nur eine Option für diejenigen, deren Lebensunterhalt anderweitig gesichert ist und die deshalb keinen ökonomischen Nutzen aus der Verwertung ihrer Werke ziehen müssen. Urheber, die von der Verwertung ihrer Werke leben, haben Anspruch auf eine angemessene Vergütung - auch in der digitalen Welt."

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