Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Projekt zur Leseförderung für die Hauptschulen startet: Jeden Tag eine Zeitung lesen
Mehr zu: Deutsch, Geisteswissenschaften, Hauptschule, Leseförderung, Nordrhein-Westfalen, Politische Bildung, Sprachförderung, Stiftungen, SchuleAb sofort können sich alle 9. Klassen der Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen wieder für ein landesweites Projekt zur Leseförderung anmelden. Schulministerin Barbara Sommer gab heute den Startschuss für das Projekt "ZeitungsZeit – Nachrichten für die Schule", das vom nordrhein-westfälischen Schulministerium in Zusammenarbeit mit dem Zeitungsverleger Verband Nordrhein-Westfalen und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen initiiert wurde. Unterstützt wird "ZeitungsZeit" durch das Projekt ZEUS und die Stiftung Partner für Schule NRW.
Vom 12. Januar bis zum 12. Februar 2009 können sich alle 9. Hauptschulklassen online unter www.partner-fuer-schule.nrw.de/zeitungszeit anmelden. Sie erhalten dann in der Zeit vom 20. April bis 12. Juni 2009 täglich kostenlos 30 Zeitungen, die in den Unterricht eingebunden werden.
Seit Beginn des Projektes im Schuljahr 2005/2006 nehmen an "ZeitungsZeit" jährlich mehr als 1.200 Hauptschulklassen teil. Bislang erreichte das Projekt bereits über 82.000 Schülerinnen und Schülern. Seit Start des Projektes haben sich regelmäßig mehr als 80 Prozent aller Hauptschulen beteiligt.
"Lesen schafft Chancen. Lesen ist der Schlüssel zur Bildung und eine wichtige Voraussetzung für die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Die Tageszeitung ist ein hervorragendes Medium, um die Lust am Lesen zu fördern. Jeder findet in der Tageszeitung einen Text, der interessiert. ´ZeitungsZeit´ fördert die Lese-und Medienkompetenz und stärkt das Allgemeinwissen sowie die Kommunikationskompetenz. Gleichzeitig wird die Entwicklung des selbstständigen Lernens angeregt. Ich freue mich daher sehr, dass wir das Projekt 'ZeitungsZeit' auch in diesem Jahr fortsetzen können. Besonders die Hauptschulen stehen vor der pädagogischen Herausforderung, für Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Bildungsbiographien angemessene Erziehungs-, Lern-und Förderangebote zu entwickeln. Tageszeitungen bieten hier eine besondere Form der Sprachförderung, denn sie bieten Schülerinnen und Schülern individuelle Leseanreize", betonte Schulministerin Barbara Sommer.
Die Tageszeitung bietet einen optimalen Einstieg für Schülerinnen und Schüler in das tägliche Lesen. Sie informiert über aktuelle Themen des öffentlichen Lebens, beleuchtet Hintergründe und erklärt inhaltliche Zusammenhänge. "Zeitung lesen ist Bildungsvoraussetzung – das zeigt uns die Wissenschaft. Das Lesen von Zeitungen stärkt das Interesse junger Menschen an neuen Themen und vermittelt dem Einzelnen Verständnis und Wissen über die Grundlagen für das Leben in unserer Gesellschaft. Gerade vor dem Start ins Berufsleben ist die tägliche Zeitungslektüre von Bedeutung. So erhalten die Schülerinnen und Schüler Orientierung und verbessern ihre Chancen für eine gute Entwicklung und Erfolg im Beruf. Deshalb beteiligen wir nordrhein-westfälischen Tageszeitungen uns alle mit einer täglichen Gesamtauflage von 3,2 Millionen Exemplaren schon zum vierten Mal in Folge an dem Projekt", erklärte Clemens Bauer, Vorsitzender des Zeitungsverleger Verbandes NRW.
Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und der Zeitungsverlegerverband Nordrhein-Westfalen haben auch für den Projektdurchgang 2009 Online-und Rundfunk-Module im Angebot. Schülerinnen und Schüler können dort ihre eigenen Artikel einstellen oder sich zu den Internetangeboten der Zeitungen durchklicken bzw. an Radioprojekten arbeiten.
Das Konzept für den Auftritt hat die Journalistenschule-Ruhr erarbeitet. "Das Stichwort lautet Medienkompetenz: In der Informationsgesellschaft ist ein kompetenter Umgang mit Medien unbedingt notwendig. Wir wollen helfen, dass Jugendliche in der Lage sind, sowohl aus der Zeitung als auch aus dem Angebot neuer digitaler Medien Informationen selbst bestimmt auszuwählen, kritisch zu bewerten und für sich zu nutzen", erklärt Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW.
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