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Schülerzahl an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen sinkt um zwei Prozent

Hauptschulen verlieren gut sechs Prozent, Gymnasien legen um knapp ein Prozent zu

Mehr zu: Baden-Württemberg, Förderschule, Grundschule, Gymnasium, Hauptschule, Realschule, Schülerzahlen, Sonderschulen, Statistik, Schule
Stuttgart, 28.01.2009 -

Im laufenden Schuljahr 2008/09 besuchen rund 1 159 000 Schülerinnen und Schüler eine öffentliche allgemeinbildende Schule in Baden-Württemberg. Das sind gut 23 000 oder 2 Prozent weniger als im Vorjahr, als die Schülerzahl noch bei knapp 1 182 000 lag. Damit hat sich der seit dem Schuljahr 2003/04 abnehmende Trend weiter fortgesetzt. Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes müssen die Hauptschulen mit gut 6 Prozent den relativ größten Rückgang hinnehmen.

Am zweit-stärksten gesunken ist prozentual die Zahl der Schüler an den Grundschulen mit fast 4 Prozent (rund 16 200) auf 411 600. An den öffentlichen Sonderschulen ist die Zahl der Schüler insgesamt um gut 1 Prozent auf knapp 39 400 zurückgegangen. Dies liegt hauptsächlich an den öffentlichen Förderschulen (früher: Schulen für Lernbehinderte), die von mehr als der Hälfte (55 Prozent) aller Schüler der öffentlichen Sonderschulen besucht werden. Die Schülerzahl an diesen Förderschulen hat um gut 800 Schüler bzw. knapp 4 Prozent abgenommen.

An den öffentlichen Realschulen ist die Schülerzahl mit rund 234 300 (+0,6 Prozent) nahezu unverändert zum Vorjahr geblieben. Auch die öffentlichen Gymnasien können nur noch leicht steigende Schülerzahlen verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr hat hier die Zahl der Schüler um rund 2 800 (0,9 Prozent) zugenommen und liegt jetzt bei knapp 310 700. Vom Schuljahr 2006/07 auf 2007/08 betrug die Steigerungsrate noch 1,9 Prozent. An den drei Schulen besonderer Art (früher: Gesamtschulen) in Freiburg, Heidelberg und Mannheim wurden stark 4 200 Schüler gezählt, gut 2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die durchschnittlichen Klassenstärken an den öffentlichen Realschulen sind nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes mit 27,6 Schülern pro Klasse unverändert zum Vorjahr geblieben. An den Grundschulen, den Sonderschulen und den Gymnasien ergeben sich ganz leichte Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. Dabei sind im Landesdurchschnitt die Klassen des 8-jährigen Gymnasiums (G8) mit 28,1 Schülern pro Klasse spürbar größer als die des 9-jährigen mit 26,7. Insbesondere die G8-Klassenstufen fünf und sechs sind im Schnitt mit 29 bzw. 29,5 Schülern pro Klasse vergleichsweise groß. Die durchschnittlich kleinsten Klassen unter den öffentlichen weiterführenden Schularten (ohne Sonderschulen) haben die Hauptschulen: Hier werden im aktuellen Schuljahr im Schnitt 19,6 Schüler in einer Klasse unterrichtet (2007/08: 19,9, 2006/07: 20,2).

Schüler je Klasse* an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg
SchulartSchuljahr 2008/09
(vorläufige Zahlen)
Schuljahr 2007/08

*) ohne Berücksichtigung der Klassenstufen 12 und 13 an Gymnasien und ohne Sonderschulen für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung.

Grundschulen21,521,7
Hauptschulen19,619,9
Sonderschulen8,78,8
Realschulen27,627,6
Gymnasien27,627,7

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