Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
3.988 neue Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen
Mehr zu: Hauptschule, Individuelle Förderung, Lehrermangel, Nordrhein-Westfalen, Referendariat, Statistik, Unterrichtsversorgung, Weiterbildung, SchuleZum Beginn des zweiten Schulhalbjahres sind 2.855 Lehrerinnen und Lehrer in den öffentlichen Schuldienst eingestellt worden. Außerdem haben bereits 1.133 Lehrerinnen und Lehrer die erstmals angebotene Möglichkeit des "Frühbuchersystems" genutzt und ein Stellenangebot für den August angenommen. Insgesamt gibt es damit bereits jetzt 3.988 neue Lehrkräfte für das Jahr 2009 in Nordrhein-Westfalen.
Hiervon entfallen auf die Grundschule 878, die Hauptschule 184, die Realschule 415, das Gymnasium 1.150, die Gesamtschule 401, das Berufskolleg 433, das Weiterbildungskolleg 24, die Förderschulen 429 und auf Sozialpädagogen, Fach- und Werkstattlehrkräfte 74. Damit sind fast alle für den Februar ausgeschriebenen Stellen an den allgemein bildenden Schulen besetzt, lediglich 66 sind noch unbesetzt. Dass noch nicht alle für den August ausgeschriebenen Stellen besetzt werden konnten, war so eingeplant und ist nicht problematisch, da im Sommer ein weiterer Referendarjahrgang seinen Abschluss macht und dann dem Lehrer-Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.
Schulministerin Barbara Sommer: "An diesen anhaltend hohen Einstellungszahlen zeigt sich das große Engagement der Landesregierung für die Verringerung des Unterrichtsausfalls, für die individuelle Förderung und für den Ausbau des Ganztags. Wir setzen auf junge neue Lehrerinnen und Lehrer mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung. Mit ihren modernen pädagogischen und fachwissenschaftlichen Kenntnissen werden sie eine große Bereicherung für unsere Schulen sein."
Eine größere Zahl von unbesetzten Stellen gibt es lediglich an den Berufskollegs. An dieser Schulform sind die bereits aus den vergangenen Jahren bekannten Probleme bei der Stellenbesetzung aufgetreten, da das Land hier insbesondere in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern in einer direkten Konkurrenzsituation zur Wirtschaft steht. Dort gibt es noch 362 unbesetzte Stellen im Lehrereinstellungsverfahren.
Barbara Sommer: "Leider hat es die alte Landesregierung versäumt, dem Fachlehrermangel frühzeitig entgegenzuwirken. Um zukünftig an allen Schulformen aus einem größeren Bewerberangebot schöpfen zu können, haben wir die Zahl der Referendariatsplätze deutlich ausgeweitet. Mit dem laufenden Haushalt sollen noch einmal 316 zusätzliche Stellen für Lehramtsanwärter geschaffen werden. Insgesamt gibt es dann über 16.000 Stellen und damit rund 2.500 mehr als noch 2005." Als weitere Maßnahme können alle Haupt-, Real-, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskollegs, die eine unbesetzte Stelle haben, diese ab Mitte Februar wöchentlich neu ausschreiben. Zudem haben alle Schulen die Möglichkeit, unbesetzte Stellen für die Einstellung von Vertretungskräften einzusetzen. Barbara Sommer: "Wir bieten den Schulen eine größtmögliche Freiheit, die ihnen zur Verfügung gestellten Stellen auch zu besetzen."
Ab Mitte Februar werden weitere Stellen ausgeschrieben, die entweder sofort oder zum 12. August zu besetzen sind. Diese Stellen werden unter www.leo.nrw.de veröffentlicht. Damit erhalten Bewerberinnen und Bewerber, die bisher keine Stelle erhalten konnten, bereits in Kürze erneute Einstellungschancen. Lehrkräfte, die zurzeit noch keine Dauerbeschäftigung erhalten haben, können sich unter www.verena.nrw.de über ausgeschriebene Stellen für den Vertretungsunterricht informieren. Dieses Angebot richtet sich insbesondere auch an Lehrkräfte, die bereits für den 12. August 2009 ein Einstellungsangebot angenommen haben und für den Übergangszeitraum den beruflichen Einstieg im Rahmen von Vertretungsunterricht suchen. Die Bezirksregierungen in Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster unterstützen Lehrkräfte bei der Suche nach Vertretungstätigkeiten.
Für die Schulen in Nordrhein-Westfalen wurden seit 2005 inklusive des Haushaltsentwurfs 2009 6.915 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. Darüber hinaus wurden trotz zurückgehender Schülerzahlen rund 7.130 Stellen im System belassen sowie im Ersatzschulbereich rund 400 Stellen zusätzlich refinanziert. Insgesamt stehen damit seit dem Regierungswechsel rund 14.445 Lehrerstellen mehr zur Verfügung.
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