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Pressemeldung von: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Bundesweite Werbekampagne zum Auftakt der 2. und 3. Tranche der Stellenausschreibung mit Plakaten, Zeitungsannoncen, Internet-Werbespot und Online-Bannerwerbung

Lehrkräfte im naturwissenschaftlichen Bereich an Gymnasien und an beruflichen Schulen für alle Fächer gesucht / an beruflichen Schulen Direkteinstieg für Ingenieure möglich - Novemberausschreibung erfolgreich verlaufen / 1100 Referendare für die Gymnasien und 190 Referendare für den beruflichen Bereich haben Zusagen erhalten

Stuttgart, 09.02.2009

"Wir sorgen mit unseren gezielten Werbemaßnahmen beizeiten dafür, dass der Mehrbedarf an Lehrerinnen und Lehrern, der durch unsere Qualitätsoffensive Bildung entsteht, auch gedeckt werden kann. Ich bin überzeugt, dass wir mit unseren Aktionen diejenigen Lehrkräfte gewinnen können, die in unserem Bundesland einen modernen und innovativen Bildungsstandort mit attraktiven Arbeitskonditionen sehen und dass viele gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer diese Bedingungen zu schätzen wissen", sagte Kultusminister Helmut Rau heute (9. Februar) in Stuttgart. Der Ministerrat hatte im Dezember eine entsprechende Vorlage des Kultusministeriums gebilligt, wonach Mittel in Höhe von 375 000 Euro zur gezielten Gewinnung von Lehrkräften zur Verfügung gestellt wurden.

Zum ersten Mal wurde in diesem Schuljahr bereits im November mit der ersten Tranche der schulbezogenen Stellenausschreibung für Gymnasien und berufliche Schulen begonnen, um die in Baden-Württemberg ausgebildeten Referendarinnen und Referendare möglichst frühzeitig mit Zusagen für das Land zu gewinnen. Die Ausschreibung ist erfolgreich verlaufen, da bereits 1100 Referendare im gymnasialen Bereich und 190 Referendare im beruflichen Bereich eine frühzeitige Stellenzusage erhalten und diese auch angenommen haben. Ausgeschrieben waren im vergangenen November für die Gymnasien 1400 Stellen, für die beruflichen Schulen 385. Insgesamt werden für das Schuljahr 2009/10 rund 2000 Lehrkräfte für die Gymnasien und rund 700 Lehrkräfte für die beruflichen Schulen benötigt. Am 13. Februar startet die zweite Tranche des Ausschreibungsverfahrens. Bis 23. Februar können sich interessierte Lehramtstudierende direkt auf eine Stelle online bewerben. Die dritte Ausschreibungsrunde beginnt am 1. April und dauert bis zum 14. April.

Die Ausschreibungszeiträume werden von einer bundesweiten Werbekampagne flankiert, die Plakat-Aktionen, Zeitungsannoncen, Online-Bannerwerbung, einen Internet-Werbespot sowie die Verteilung von Werbeartikeln umfasst. Auch in Baden-Württemberg wird plakatiert. Die Motive lehnen sich an die Werbe- und Sympathiekampagne des Landes an. Die für die Kampagne gewählten Slogans lauten: "Sehr guten Morgen, Frau Lehrerin", "Sehr guten Morgen, Herr Lehrer" und "Achten Sie bei Ihren Schülern in Zukunft auf dieses Gütesiegel".

Durch die Qualitätsoffensive Bildung und die insbesondere ab dem kommenden Schuljahr beginnende Absenkung des Klassenteilers benötigt Baden-Württemberg mehr Personal. Obwohl das Land seit Jahren bis an die Grenzen seiner Kapazitäten und darüber hinaus Lehrkräfte ausgebildet hat, wird sich der Bedarf an den Gymnasien und den beruflichen Schulen mit den hier ausgebildeten Lehrkräften nicht decken lassen. Da Baden-Württemberg mit Bayern und Nordrhein-Westfalen als einzige Länder keinen Numerus Clausus eingeführt haben, wurden Lehramtsstudierende hier stets in den Vorbereitungsdienst aufgenommen und ausgebildet. Mit dem Wegfall der beiden G8- und G9-Jahrgänge nach dem Schuljahr 2011/12 wird der Bedarf an Lehrkräften ab diesem Zeitpunkt wieder sinken. Deshalb hat sich Baden-Württemberg dafür entschieden, für die drei Schuljahre, in denen der größte Bedarf an Lehrkräften besteht, bundesweit um Personal zu werben. Die Werbekampagne zielt dabei nicht auf Lehrerinnen und Lehrer ab, die bereits eine Stelle innehaben, sondern spricht vorrangig Absolventinnen und Absolventen der Vorbereitungsdienste in anderen Ländern an. "Wir sind gerne bereit, die Lehramtsanwärter, die mobil sind, bei uns einzustellen. Wir sagen ihnen zu, sie ohne bürokratische Hemmnisse für eine Anstellung in ihrem Herkunftsland nach 2012 wieder freizugeben", sagte Rau. Im Vorfeld hat Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz aus Sachsen-Anhalt die Aussage aus Baden Württemberg positiv aufgenommen und die Möglichkeit der zeitweiligen Beschäftigung begrüßt.

Da das Stellenausschreibungsverfahren auf dem landeseigenen Lehrereinstellungs-portal abgewickelt wird und das Portal als Informationsplattform eine zentrale Rolle einnimmt, sieht die Kampagne auch Werbebanner im Internet vor. Durch Anklicken des Banners wird der Nutzer zum Lehrereinstellungsportal geführt, auf dem ein Werbespot eingestellt ist, der für die Kampagne entwickelt wurde und einen Ausschnitt aus der Feuerzangenbowle aufgreift. Der Spot wird auf dem landeseigenen Lehrereinstellungsportal und weiteren Seiten des Kultusportals für die Dauer der beiden Ausschreibungstranchen im Februar und April zu sehen sein.

Auf Zeitungsannoncen soll auch in dieser Werbekampagne nicht verzichtet werden. Deshalb erscheinen in den nächsten Tagen klassische Stellenanzeigen in drei über-regionalen Tageszeitungen, die auf den Homepages der einschlägigen Zeitungen auch in einem Zeitraum von rund vier Wochen online abrufbar sind.

Während der Bewerbungsphasen wird an den vier Regierungspräsidien eine Hotline eingerichtet, die Fragen zur Einstellung in Baden-Württemberg beantwortet. Darüber bietet das Kultusministerium ebenfalls eine telefonische Hotline an unter 0711 279 - 2507 oder 279 - 2569 an. Interessenten können ihre Fragen auch per E-Mail an das Kultusministerium unter richten.

Hinweis:

Weitere Informationen unter: www.lehrer-fuer-baden-wuerttemberg.de

Telefon-Hotline:

Regierungspräsidium Stuttgart: 0711 / 904 - 40128
Regierungspräsidium Tübingen: 07071 / 200 - 2080
Regierungspräsidium Karlsruhe: 0721 / 926 - 4446
Regierungspräsidium Freiburg: 0761 / 208 - 6274


Zur Veröffentlichung freigegeben - Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg / bildungsklick.de


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