Bei der Umsetzung des 17 Milliarden Euro umfassenden Konjunkturprogramms für die Sanierung von Schulen, Hochschulen und anderen öffentlichen Gebäuden sowie Infrastrukturmaßnahmen dürfe das Geld nicht nur in ohnehin geplante, lediglich vorgezogene Baumaßnahmen fließen. Stattdessen müsse unbedingt darauf geachtet werden, dass die damit finanzierten Maßnahmen einer nachhaltigen Qualitätsverbesserung des deutschen Bildungswesens dienten und tatsächlich zusätzliche Investitionen seien, so der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, in Berlin.
Wörtlich sagte er: "Nach unserem Eindruck versuchen gegenwärtig viele Kommunen und Bundesländer in erster Linie, bereits geplante Baumaßnahmen mithilfe des Konjunkturprogramms vorzuziehen. Wenn diese Entlastung dazu führt, dass die in den kommunalen und landesbezogenen Haushalten frei werdenden Investitionsmittel in bildungsferne Bereiche fließen, dann ist das nicht der Effekt, den wir uns vorstellen. Wir wollen, dass es eine echte Verbesserung der Rahmenbedingungen an deutschen Schulen gibt, zum Beispiel durch den flächendeckenden Ausbau von angemessen ausgestatteten Lehrerarbeitsplätzen an allen Schulen, welcher angesichts der Ausweitung von Ganztagsschulangeboten dringend erforderlich ist. Auch die Ausstattung von Schulen mit modernen elektronischen Unterrichtsmedien wie Smartboards, Beamern und moderner Software ist ein drängendes Desiderat!"
Meidinger unterstützte auch die Forderung, den umfassenden Zugang von Lehrern und Schülern zu so genannten Onlineportalen, die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellen, allen Schulen zu finanzieren und zur Verfügung zu stellen. "Wir dürfen bei der Bildung nicht nur in Beton, wir müssen vor allem in qualitätsorientierte Innovationen investieren!", sagte der Verbandsvorsitzende.