Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle will ebenso wie BLLV "starke Grundschule"
Unterschiedliche Wege aber bei der Umsetzung - "Unsere Kinder und deren optimale Förderung stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit"
Mehr zu: Bayern, Elternarbeit, Förderunterricht, Ganztagsschule, Grundschule, Klassenfrequenz, Lehrerbildung, Schulwahl, Spaenle, Vergütung, SchuleDie "starke Grundschule" ist ein gemeinsames Ziel des Bayerischen Kultusministeriums und der Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV). Dies wurde nach dem Startschuss einer Aktion des Lehrerinnen- und Lehrerverbandes deutlich. "Unsere Kinder und deren optimale Förderung stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit", so Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.
Allerdings bedeutet das gleiche Ziel zu verfolgen nicht, dass auch die gleichen Wege beschritten werden müssen.
In den Grundpositionen aber stimmen das Kultusministerium und der BLLV durchaus überein.
Der Freistaat senkt gegenwärtig die Höchstzahl der Kinder pro Klasse Schritt für Schritt ab, um die Förderung der Kinder zu optimieren. Die durchschnittliche Klassengröße an Grundschulen liegt gegenwärtig bei 23 Schülern. Gerade die Höchstgrenze von Kindern in Klassen mit einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationsanteil werden zu allererst deutlich abgesenkt, und zwar auf maximal 25.
Der Freistaat Bayern hat zudem mehr als 1500 Förderlehrer eingestellt, um Kinder zusätzlich in kleineren Gruppen auf ihrem Bildungsweg zu begleiten.
Zum kommenden Schuljahr verbessert der Freistaat auch die Einkommenssituation von Grundschullehrkräften, um die pädagogische Arbeit stärker als bisher anzuerkennen. Bayern führt das funktionslose Beförderungsamt auch für Grundschullehrer ein, damit können erstmals Grundschullehrkräfte ohne Funktionsamt um eine ganze Besoldungsstufe befördert werden.
Den Eltern wird künftig eine erweiterte Verantwortung beim Übertritt von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen zugewiesen. Neben einer intensiveren Beratung, der Übertrittsempfehlung, dem Probeunterricht sollen Eltern mehr Gewicht beim Übertritt bekommen. Der Übertritt soll künftig auch stärker als Übertrittsphase in den Jahrgangsstufen 4 und 5 gestaltet werden, damit Kinder und Eltern den Übertritt weniger als bisher als Belastung empfinden.
Um Schüler besser zu fördern, baut der Freistaat zudem über die Mittagsbetreuung hinaus die Ganztagsgrundschulen aus. Derzeit bestehen 40 gebundene Ganztagszüge, zum kommenden Schuljahr soll die Anzahl um 100 erhöht werden.
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