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IQB Stellungnahme zu G8-Lehrplänen: Saarland hat Erfolg versprechenden Weg eingeschlagen

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Saarbrücken, 20.02.2009 -

Das saarländische Kultusministerium hat das Institut zur Qualitätsentwicklung (IQB) im Bildungswesen von Prof. Dr. Olaf Köller beauftragt, eine wissenschaftlich fundierte Stellungnahme zu Inhalten und Implementation der G8-Lehrpläne im Saarland zu erstellen. Denn seit längerem ist eine Überarbeitung der Lehrpläne für das 8-jährige Gymnasium nach dem Abschluss des ersten G8-Jahrgangs geplant.

Am (heutigen) Freitag hat Herr Professor Köller die Ergebnisse seiner Expertise den Schulleiterinnen und Schulleitern, Vertretern der Lehrplankommissionen, Eltern- und Schülervertretern sowie den Medien in Saarbrücken vorgestellt.

In der Stellungnahme des IQB zu Inhalten und Implementation der G8-Lehrpläne im Saarland heißt es, dass das Saarland in den letzten Jahren einen guten und Erfolg versprechenden Weg eingeschlagen hat, die Lehrpläne des achtjährigen Gymnasiums fortzuentwickeln.

Weiter heißt es, dass die Stoffverteilung grundsätzlich inhaltlich ausgewogen und altersgemäß ist. Es sieht aber auch Handlungsbedarf und gibt Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Lehrpläne. So regt es vor dem Hintergrund einer stärkeren Berücksichtigung der neuen bundesweiten Bildungsstandards in einzelnen Fächern eine weitere Reduktion der Inhalte an, um den Schülerinnen und Schülern noch mehr Freiräume z. B. für das Methodenlernen zu geben. Gleichzeitig wird auf die Notwendigkeit einer intensiven Vernetzung der Inhalte der verschiedenen Fächer hingewiesen.

Bezüglich der Zeitgestaltung wird die Regelung für die fünften und sechsten Klassen begrüßt. Dennoch wird eine grundsätzliche Diskussion der Zeittaktung empfohlen. Auch wird ausgeführt, dass die Umsetzung der Lehrpläne vor Ort insbesondere in der Sekundarstufe I offenbar verbesserungsfähig ist. Obwohl tatsächlicher Fortbildungsbedarf im Sinne eines Trainings seitens der Lehrkräfte nicht gesehen werde, so die Stellungnahme, wird ein stärkeres Training für einen kompetenzorientierten Fachunterricht empfohlen.

Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer dankte im Anschluss an den Vortrag von Prof. Köller den Lehrplankommissionen für ihre bisherige engagierte Arbeit. Gleichzeitig erläuterte sie bereits konkrete Schritte, wie das Konzept der zukünftigen Lehrplanarbeit aussehen soll. Die Stellungnahme liefert uns wertvolle Hinweise für die Weiterarbeit. Dort, wo aktueller Handlungsbedarf besteht, werden wir umgehend reagieren, sagte die Ministerin. Die Lehrpläne werden jedoch insgesamt einer Überarbeitung unterzogen, ein Prozess der * wie in anderen Ländern auch * nur mittelfristig abgeschlossen werden kann. Diese Überarbeitung soll in einem systematischen, über die Fächergrenzen hinweg gut koordinierten Prozess erfolgen. Dabei soll auch wissenschaftlicher Sachverstand sowie Erfahrungen, insbesondere der Lehrplanüberarbeitung aus den bei PISA starken Ländern Bayern und Sachsen, einbezogen werden. So ist vorgesehen, als eine die Lehrplankommissionen übergreifende Klammer, einen Lehrplanbeirat einzurichten, in dem unter anderem Schulleiter, Eltern sowie saarländische und die externen Experten vertreten sind. Damit werden wir auch die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Lehrplankommissionen und dem Ministerium verbessern.*

Dieser neue Lehrplanbeirat soll sich beispielsweise mit den Fragen beschäftigen, welchen Aufbau die Lehrpläne grundsätzlich haben sollen, wie detailliert die Vorgaben in den Plänen zukünftig sein sollen und in welchem Zeitraum und in welcher Reihenfolge die Pläne sinnvollerweise umgestaltet werden. Zusätzlich zum Lehrplanbeirat soll zukünftig auch ein Schulleiter-Gremium regelmäßig über den Stand der Lehrplanarbeit informiert werden. Ihre Anregungen sollen in den Lehrplan-Erarbeitungsprozess einfließen.

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