"Mit einer Vorverlagerung der Abitursprüfungen für G9 ist den Schülerinnen und Schülern nicht gedient und sie geht auch völlig an der Realität vorbei", sagte eine Ministeriumssprecherin. Das Sommersemester spielt für den Studienbeginn eine immer unwichtigere Rolle. Mit den Fragestellungen des doppelten Abiturjahrgangs und den daraus resultierenden Herausforderungen habe man sich frühzeitig befasst.
Das Kultusministerium hat veranlasst, dass in allen Fächern der schriftlichen Abiturprüfung 2012 Schnittmengen des verpflichtenden Kursstufen- bzw. Bildungsplans erstellt werden, die als Grundlage für gemeinsame Prüfungsaufgaben dienen. Diese curricularen Schnittmengen werden als "Ergänzende Hinweise" in den Schwerpunkthemenerlass Abitur 2012 aufgenommen. Er wird so rechtzeitig erstellt und versandt, dass er den Gymnasien vor Eintritt des Doppeljahrgangs in die Einführungsphase der Oberstufe mit Beginn des Schuljahrs 2009/2010 vorliegt. Damit ist sichergestellt, dass sich die Gymnasien ausführlich und ohne Zeitdruck auf die gemeinsame Kursstufe und die Abiturprüfung 2012 vorbereiten.
Außerdem befasst sich eine Arbeitsgruppe bestehend aus Schulverwaltung und Schulpraktikern mit den praktischen Fragen der Kursplanung und deren Umsetzung, um konkrete Lösungen für die Kursbildung zu erarbeiten. "Die allgemein bildenden Gymnasien werden auf die Situation gut vorbereitet und für die Bewältigung der Auf-gabe die nötige Unterstützung erhalten", so die Ministeriumssprecherin weiter.