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Pressemeldung von: Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

VBE: Mehr professionelle Fortbildungsangebote für Lehrer

"Moodle auf Open-Source-Basis" gibt ohne Hilfe Kuddelmuddel

Stuttgart, 22.02.2009

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg bedauert es, wenn neueste wissenschaftliche Errungenschaften nur in homöopathi­schen Dosen und in höchster Verdünnung an den Schulen des Landes an­kommen. "Die Lehrer benötigen weniger Weiterbildung nach dem Schnee­ballsystem, sondern deutlich mehr professionelle Fortbildungsangebote", moniert der VBE-Sprecher, "und die kosten nun einmal viel mehr Geld."

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, die lediglich in hoher homöopathischer Verdünnung an die Lehrkräfte des Landes verabreicht werden, können nach Auffassung des VBE keine weltbewegenden Veränderungen an den Schulen be­wirken. Wenn gute Fortbildung nur für einen sehr eingeschränkten Adressaten­kreis stattfindet, der das erworbene Wissen wieder an Multiplikatoren weiter­reicht, die anschließend im Schneeballsystem in der Region dafür sorgen, dass Lehrer fortgebildet werden, die wiederum das Kollegium ihrer jeweiligen Schule im Rahmen einer Lehrerkonferenz informieren, kann etwas am Konzept nicht stimmen. Das sei keinesfalls professionell, heißt es von Seiten des VBE, und er­innere eher daran, wie Kinder "Stille Post" spielten.

Wer qualitativ höherwertigen Unterricht will, muss dafür sorgen, dass Lehrer höherwertig aus- und fortgebildet werden - und nicht permanent aus zweiter, dritter oder gar vierter Hand. Qualifizierte Lehrgänge auf Akademie-Ebene soll­ten wieder verstärkt auch dem "gemeinen Lehrer" offen stehen.

Der VBE-Sprecher: "Die Lehrkräfte müssen sich den gesellschaftlichen Verän­derungen stellen, neue Bildungspläne und Bildungsstandards umsetzen, Schul­profile entwickeln und mit Evaluation und der Lernplattform Moodle umgehen; dafür wird mehr und nicht weniger Fortbildung benötigt." Attraktive Angebote erforderten mehr Finanzmittel und nicht weniger. Die politisch Verantwortli­chen hätten viel zu lange auf die "Eigenblutspende" der Pädagogen, auf die autodidaktische Fortbildung der Lehrer gesetzt. Jetzt sei ein Umdenken erforder­lich. Eine zeitgemäße Lehrerbildung lasse die Pädagogen nicht nur im "eigenen Saft" schmoren, sondern bringe immer wieder Impulse von außen. Dafür benö­tigten Lehrer aber Zeit. Wer in der schulischen Arbeit und durch immer mehr zusätzliche Aufgaben beinahe untergehe, habe keine Nerven für Fortbildungen.


Zur Veröffentlichung freigegeben - Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg / bildungsklick.de


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