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Hohe Nachfrage nach Gesamtschulplätzen ungebrochen

Mehr zu: Elternwille, Gesamtschule, Hauptschule, Nordrhein-Westfalen, Schulstruktur, Schule
Paderborn, 27.02.2009 -

"Der Unmut unter den Eltern in NRW wird immer größer. Trotz Schulformempfehlung und anschließender Schulformwahl ist für mehr als 14.630 Kinder der Weg in die Gesamtschulen versperrt," so Anette Plümpe, Vorsitzende des Landeselternrates der Gesamtschulen in NRW (LER).

"Eltern stimmen mit den Füßen für die Gesamtschulen ab: für die integrativen Konzepte, für den rhythmisierten Ganztag, für eine offen gehaltene Schullaufbahn, für ein Abitur nach 9 Jahren," erläutert Dagmar Naegele von der Schulleitungsvereinigung der Gesamtschulen (SLVGE NRW). Und dies sei ganz eindeutig gegen eine Schulpolitik, die an der Realität vorbei gehe.

Die Zahlen sind eindeutig: Landesweit wurden fast 25 Prozent der Viertklässler an den Gesamtschulen angemeldet.

"Die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2009/2010 belegen es eindeutig: Eltern sind sehr gut über die Schulen und deren Schulprogramme informiert. Allein das ist ausschlaggebend für die Schulwahl," erklärt Plümpe. Das aktuelle Anmeldeverfahren beweise, dass politisch motivierte Angriffe die Meinungsbildung der Eltern nicht beeinflussen. Konsequenz daraus ist die dramatisch hohe Zahl der Ablehnungen an den Gesamtschulen und die Folgen für Eltern und Kinder!

"Wie lange will die Landesregierung das noch aussitzen? Eltern sind Wähler! Eltern machen Gesamtschule," so Roland Schiefelbein, Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule. Dies sieht die GGG NRW ganz eindeutig durch die Gesamtschulneugründung in Hemer bestätigt. Schiefelbein: "Eltern lassen sich nicht durch täglich neu entwickelte Verfahrensfragen und fragwürdige juristische Einwände des Ministeriums beeindrucken!"

Die Kraft der Eltern, die Standhaftigkeit des Bürgermeisters und die Unterstützung von Außen führte zur ersten Neugründung einer Gesamtschule in NRW. Für die Gesamtschulverbände ist klar, dass Eltern Druck machen müssen. Ihre Vertreter stellen zwei Fragen zur Diskussion: Was würde passieren, wenn alle knapp 15.000 Eltern einen Gesamtschulplatz einklagen würden? Kämen wir so zu den lange überfälligen Entscheidungen zur Erweiterung und Neugründung von Gesamtschulen?

LER, GGG NRW und SLVGE NRW fordern die Landesregierung auf, nicht nur den Elternwillen ernst zu nehmen, sondern auch Aussagen ihrer eigenen schulpolitischen Leitlinien: "Die CDU Fraktion … steht nicht nur zu unseren Grundschulen, sondern auch zu unseren Hauptschulen, unseren Realschulen, unseren Gymnasien, unseren Gesamtschulen, unseren Förderschulen und Berufskollegs."

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