Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber begrüßt Gutachten des Aktionsrats Bildung
Bereits Anfang März Schulen aufgerufen, für mehr Chancengleichheit von Jungen und Mädchen zu sorgen
Mehr zu: Bayern, Bildungsbericht, Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Gleichstellung, Hauptschule, Kongress, Statistik, SchuleBayerns Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber hat das Gutachten des Aktionsrats Bildung zu Bildungschancen von Jungen und Mädchen begrüßt. "Damit leistet der Aktionsrat Bildung einen wichtigen Beitrag zu dem Dialogprozess für mehr Chancengerechtigkeit von Jungen und Mädchen beim Lernen", erinnert der Staatssekretär an seinen Aufruf beim Eichstätter Kongress Anfang März, das Problem der geringeren Bildungserfolge von Buben offensiv anzugehen.
"Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass 30 Prozent mehr Jungen als Mädchen die Hauptschule ohne Abschluss verlassen und deutlich weniger Jungend als Mädchen die Allgemeine Hochschulreife erwerben.", ergänzte Staatssekretär Huber.
Bayern habe selbst erste Schritte eingeleitet, um für Jungen und Mädchen gleichermaßen optimale Chancen für Bildungserfolg zu gewährleisten. Entscheidend sei, dass die Lehrkräfte die unterschiedlichen Bedürfnisse der Jungen und Mädchen wahrnehmen und entsprechend pädagogisch und didaktisch reagieren.
Konkret gehe es darum, den höheren Bewegungsbedürfnissen von Jungen im Unterricht auch entgegenzukommen und den Unterricht stärker handlungsorientiert zu gestalten. Bei der Textauswahl müsse man die Interessen der Jungen stärker einbinden, z.B. durch Sachtexte. Auch der vom Aktionsrat unterbreitete Vorschlag, mehr männliche Lehrkräfte an den Grundschulen einzusetzen, wird von Staatssekretär Huber begrüßt. Allerdings dürfe man darin "kein Allheilmittel" suchen, argumentierte Dr. Huber. Aber wir motivieren männliche Abiturienten dazu, Lehramt für Grundschule zu studieren.
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