Die Landtagsgrünen fordern von der Landesregierung ein transparentes und realitätstaugliches Konzept zur Sicherung der Unterrichtsversorgung ohne Qualitätseinbußen an den Schulen. Deshalb müssten alle Pläne zur Einführung des Turbo-Abis an den Gesamtschulen ebenso vom Tisch wie die geplante Abschaffung der Vollen Halbtagsschulen, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Freitag (heute) in Hannover. Die Grünen-Politikerin hat für die Plenarsitzung in der nächsten Woche einen entsprechenden Antrag auf die Tagesordnung setzen lassen.
Der Ministerpräsident hätte die Schulpolitik zur Chefsache gemacht, sei aber bislang jeden Beweis schuldig geblieben, dass er gewillt und in der Lage ist, eine neue Weichenstellung vorzunehmen. "Statt endlich ein Konzept vorzulegen, mit dem die Schulstruktur nach der Abwahl der Hauptschulen zeitgemäß weiterentwickelt wird, beißen sich Wulff und seine Kultusministerin im Abwehrkampf gegen die Gesamtschulen fest", sagte Korter. Mit dem Zwang zum Turbo-Abitur an Gesamtschulen werde versucht, diese erfolgreiche und von den Eltern immer stärker nachgefragte Schulform zu zerschlagen. Statt die nötigen Mittel zur Sicherung der Unterrichtsversorgung bereit zu stellen, werde ein Sammelsurium von Maßnahmen vorgelegt, die zum Teil gar nicht umsetzbar seien und auf Kosten der Unterrichtsqualität und der Lehrkräfte gingen, sagte die Grünen-Politikerin.