Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen IQSH
Selbst denken und schreiben: 5 Schülerinnen und Schüler siegten beim ersten Landeswettbewerb "Philosophischer Essay"
Mehr zu: Schleswig-Holstein, Wettbewerbe, Schule88 Oberstufenschülerinnen und -schüler von 32 Schulen hatten mit ihren eingereichten Essays am ersten schleswig-holsteinischen Schülerwettbewerb "Philosophischer Essay" des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und des Landes-Fachverbandes Philosophie teilgenommen. Das Motto lautete "Selbst denken und schreiben".
"Mit diesem Wettbewerb wollten wir Schülerinnen und Schüler dazu anregen, sich außerhalb des Unterrichts zwei Wochen lang schreibend mit einem philosophischen Problem zu befassen", sagte Monika Krah-Schulte, Landesfachberaterin des IQSH für Philosophie heute (21. März) bei der Preisverleihung im Thor-Heyerdahl-Gymnasium in Kiel-Mettenhof. "Der enorme Zuspruch und auch die Qualität der eingereichten Arbeiten haben uns gefreut. Die Auswahl der fünf Besten ist unserer Jury daher nicht leicht gefallen", lobte die Studienleiterin all die engagierten Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Eltern, Freunden, Philosophielehrkräften und Schulleitungen angereist waren.
Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in ihren Essays mit folgenden Themen beschäftigen:
Der Mensch, das denkende Tier, hat sich zu einem Wesen der Vernunft hinaufentwickelt; aber selbst in seiner größten Hoheit trägt er noch den Stempel seiner ursprünglichen Tierheit. (Sri Aurobindo, 1872 - 1950, indischer Philosoph)
Die Wirklichkeit ist nur ein Teil des Möglichen. (Friedrich Dürrenmatt)
Wer sich nicht bewegt, der spürt auch seine Fesseln nicht. (Graffiti)
Zwei Mal musste die speziell fortgebildete vierköpfige Jury zusammengekommen, um die Arbeiten nach Kriterien wie "Sprachliche Klarheit und Genauigkeit", "Gedankliche Klarheit und Struktur", "Originalität des Inhalts" und "Eigenständigkeit" zu beurteilen. Dann standen die Siegerinnen und Sieger fest: Den ersten Platz erreichte Ole Burghardt vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz (Thema 2). Florian Gehm von der Kieler Gelehrtenschule kam auf den zweiten Platz (Thema 3). Den dritten teilten sich Kerrin Bosholm von der Domschule Schleswig (Thema 3) und Tobias Buchwald vom Kreisgymnasium Neustadt/Ostholstein (Thema 2). Einen ursprünglich nicht vorgesehenen Sonderpreis bekam Valeria Heinke von der Kieler Gelehrtenschule für ihren Essay mit herausragenden literarischen Qualitäten (Thema 2). Die Preisträger erhielten eine Urkunde und ein wertvolles Buchgeschenk, das der Landes-Fachverband Philosophie gestiftet hatte.
"Im nächsten Jahr soll nach diesem ermutigenden Auftakt erneut ein landesweiter Wettbewerb durchgeführt werden", kündigten Monika Krah-Schulte und Jutta Kähler vom Landes-Fachverband an. Sie sind sich sicher, dass durch solch einen Wettbewerb individuelle Talente der jungen Menschen gefördert werden, die weit über das Schreiben eines Essays hinausreichen. "Lebendiges Philosophieren ist immer interdisziplinär, wie auch die Arbeiten der Preisträger zeigen. Jemand, der bereit ist, im täglichen Geschehen innezuhalten, das Selbstverständliche zu hinterfragen, neue Möglichkeiten zu erwägen und das freie Spiel der Gedanken zu erproben, der bereitet damit den Boden für geordnetes, systematisches und folgerichtiges Denken, das die Wissenschaften voranbringt", sagte Monika Krah-Schulte. Und Jutta Kähler bestätigte: "Die Essays zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler wesentlich mehr können, als nur in ´Worten (zu) kramen´. Sie demonstrieren überzeugend lebendiges Philosophieren, das über den Unterricht hinauswirkt. Gerade das ist dem Fachverband ein besonderes Anliegen." Und so sind sich beide einig: Das Fach Philosophie ist aus dem Fächerkanon der Schule nicht wegzudenken, denn es leistet einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern.
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