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Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gab heute Startschuss für Runden Tisch zur "Schulischen Integration von Migranten"

"Wir wollen den Kindern mit Migrationshintergrund mitten in unserer Gesellschaft eine Heimat geben"

Mehr zu: Bayern, Bildungsbericht, Bildungschancen, Elternarbeit, Integration, Migration, Schulverwaltung, Spaenle, Statistik, Schule
München, 24.03.2009 -

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat heute den Runden Tisch zur "Schulischen Integration von Migranten" in München gestartet. "Es ist eine absolute Premiere im Freistaat, dass wir mit allen betroffenen Einrichtungen und Organisationen daran gehen, Kindern mit Migrationshintergrund mitten in unserer Gesellschaft eine Heimat zu geben", so der Kultusminister.

"Ich bin sehr froh, dass wir heute den Runden Tisch zur Integration und schulischen Bildung eröffnen konnten", so Minister Spaenle. Mit der Einberufung des Runden Tischs will der Minister die gesellschaftspolitische Bedeutung der Frage ins Bewusstsein heben, mit welchem Erfolg die jungen Menschen mit Migrationshintergrund an der schulischen Bildung teilnehmen können." Internationale Vergleichsstudien wie PISA hatten auch dem Freistaat dieses Handlungsfeld deutlich vor Augen geführt. "Hier will ich für die Kinder mit Migrationshintergrund mehr Chancen zur Teilhabe eröffnen", so der Kultusminister. Hauptursache für die bisherige Situation der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist für den Minister die leider oft unzureichende sprachliche Kompetenz vieler von ihnen.

An dem Runden Tisch haben u.a. Vertreter von Generalkonsulaten, der Islamischen Religionsgemeinschaft, der kommunalen Spitzenverbände und der Schulverwaltung Platz genommen.

Grundlage der Arbeit des Runden Tischs ist das Gesamtkonzept des Bayerischen Kultusministers zur "Schulischen Integration von Migranten", das das umfassende Maßnahmenbündel der Bayerischen Staatsregierung und des Bayerischen Sozialministeriums ergänzt.

In Arbeitsgruppen werden in den kommenden Monaten konkrete Maßnahmen entwickelt werden, um die Chancen der Integration junger Migranten und ihrer Familie zu erhöhen. Wichtige Elemente sind dabei eine intensive Deutschförderung, die Vermittlung interkultureller Kompetenzen, eine umfassende Vermittlung von Werten und die Erziehung zur Demokratie. Minister Spaenle kündigte auch an, dass er den Islamischen Unterricht auf der Grundlage des Erlanger Modells landesweit erproben will.

Derzeit besuchen in Bayern rund 162.000 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund allgemeinbildende Schulen. Rund 100.000 Kinder und Jugendliche sind muslimischen Glaubens.

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