Der Kabinettsbeschluss vom 17.03.2009, Islamischen Unterricht auf Grundlage des Erlangener Modells flächendeckend in Bayern einzuführen, und die Einführung eines Runden Tischs zur "Schulischen Integration von Migranten" stößt beim Bayerischen Realschullehrerverband auf große Resonanz. "Wir pflichten Minister Spaenle voll und ganz bei, dass es sehr wichtig ist, dass sich unsere Schüler mit Migrationshintergrund akzeptiert und integriert fühlen, um ihre schulischen Leistungen zu steigern. Die aufgezeigten Maßnahmen der bayerischen Regierung sind ein erster Schritt in diese Richtung!", sagt der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands Anton Huber.
Man dürfe sich auf keinen Fall auf den Ergebnissen der letzten PISA-Studie ausruhen, die besagen, dass bei der Bildungsbeteiligung der Einfluss der sozialen Herkunft insgesamt zurückgegangen ist, sondern man müsse noch viele Hilfestellungen anbieten, so Huber weiter.
"Die im kommenden Schuljahr einzurichtenden Kooperationsmodelle zwischen Hauptschulen und Realschulen können bei diesem Integrationsprozess eine maßgebliche Rolle spielen. Genutzt werden könnten hierbei die vorgesehenen Intensivierungsstunden, um die sprachlichen Defizite der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund zu verkleinern und um ihnen so eine Teilnahme am Bildungsprozess zu garantieren.", schlägt Anton Huber abschließend vor.