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"Wir wollen Kinder stärker individuell fördern"

Kultusminister Ludwig Spaenle und Kultusstaatssekretär Marcel Huber beim Staatsinstitut zur Ausbildung von Förderlehrkräften in Freising - Künftig 50 Studierende pro Jahrgang

Mehr zu: Bayern, Individuelle Förderung, Lehrerbildung, Migration, Spaenle, Volksschule, Schule, Hochschule
München, 21.04.2009 -

"Wir wollen die Kinder und Jugendlichen künftig noch stärker individuell fördern. Die Förderlehrkräfte sind dabei unverzichtbar - auch mit Blick auf Kinder mit Migrationshintergrund." Dies betonten heute Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber beim Besuch des Staatsinstituts zur Ausbildung von Förderlehrkräften in Freising. Das Institut war im September 2008 eingerichtet worden, um den steigenden Bedarf im südlichen Teil Bayerns decken zu können. Die Zahl der Auszubildenden für Förderlehrkräfte will Minister Spaenle schon zum neuen Schuljahr erhöhen.

"Künftig werden wir mehr Förderlehrkräfte in Freising ausbilden"

"Weil wir die individuelle Förderung an unseren Schulen ausbauen wollen, wird das Staatsinstitut in Freising ab dem kommenden Schuljahr 50 Studierende statt bisher 30 pro Jahr aufnehmen", betonte Minister Spaenle. Der Großteil der Bewerber für die Ausbildung in Freising stammt aus Ober- und Niederbayern. "Hier benötigen wir die pädagogischen Fachkräfte am stärksten. Gerade in Südbayern und rund um den Ballungsraum München hält der Zuzug von jungen Familien aus ganz Bayern, aber auch aus den Nachbarländern weiter an", so Staatssekretär Huber.

"Deutsch als Zweitsprache" als wichtige Qualifikation

Rund 1.600 Förderlehrkräfte begleiten gegenwärtig Kinder und Jugendliche an etwa zwei Drittel aller bayerischen Volksschulen auf ihrem Weg. Sie unterstützen vor allem leistungsschwächere, aber auch leistungsstärkere Schüler in den Fächern Deutsch und Mathematik. Durch die Ausbildung in "Deutsch als Zweitsprache" sind die Förderlehrkräfte aus der Sicht von Kultusminister und Staatssekretär wichtige pädagogische Mitarbeiter, die die Kinder mit Migrationshintergrund beim Lernprozess wirksam unterstützen. "Nicht nur die internationalen Vergleichsstudien belegen, dass wir große Anstrengungen unternehmen müssen, um Kinder mit Migrationshintergrund nachhaltig zu unterstützen", betonte Minister Spaenle abschließend.

In einer dreijährigen Ausbildung an den Staatsinstituten in Freising und Bayreuth belegen sie vor allem Veranstaltungen in Pädagogik, Schulpädagogik, Psychologie sowie den Fachdidaktiken Deutsch, Deutsch als Zweitsprache und Mathematik. Die Besonderheit der Ausbildung in Freising ist ein Zusatzangebot zu "Philosophieren mit Kindern".

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