Bundesministerium für Bildung und Forschung
Forscherin für einen Tag: Girls entdecken Berufe mit Zukunft
BMBF-Staatssekretärin Quennet-Thielen: "Rollenklischees überwinden - Mädchen für Technik und Forschung begeistern" / Aktion zum Girls´ Day in Bonn
Mehr zu: Girls' Day, Gleichstellung, Naturwissenschaften, Sonderthemen, SchuleDer Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag am 23. April 2009 soll das Berufswahlspektrum von Mädchen erweitern. Schülerinnen ab der 5. Klasse erhalten Einblick in die Praxis von naturwissenschaftlichen, technischen und techniknahen Ausbildungen und Studiengängen. "Wir müssen die Rollenklischees überwinden. Berufe in Naturwissenschaften und Technik bieten spannende Aufgaben und gute Chancen auf dem Berufsmarkt", sagte die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, am Mittwoch in Berlin, "Mädchen müssen diese Berufe für sich entdecken, denn dort gibt es auch für Frauen echte Karrierechancen."
Staatssekretärin Quennet-Thielen besucht am morgigen Girls´ Day das Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research) in Bonn. Hier wird auf dem Gebiet der Neurowissenschaften mit modernen photonischen, molekularbiologischen, chemischen und materialwissenschaftlichen Methoden geforscht. Das Forschungszentrum caesar wird einer Gruppe von Schülerinnen die Labore der Elekronenmikroskopie zeigen. Dort können sie selbst experimentieren und einen ersten Einblick in den Nano- und Mikrokosmos gewinnen. So haben sie die Möglichkeit, ein Insektenpräparat zu untersuchen oder einen Siliziumwafer zu strukturieren. Staatssekretärin Quennet-Thielen wird den Mädchen bei ihren Versuchen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Der Girls' Day findet in diesem Jahr zum neunten Mal statt - bei steigender bundesweiter Resonanz. Im vergangenen Jahr brachte er einen Teilnahmerekord: rund 130 000 Schülerinnen nutzten die Gelegenheit, eine der über 8 600 Veranstaltungen zu besuchen. Auch in diesem Jahr wird mit einer ähnlich hohen Beteiligung gerechnet. Seit Beginn der Initiative haben insgesamt etwa 800 000 Mädchen an mehr als 40 000 Veranstaltungen teilgenommen. Mittlerweile findet der Girls' Day nach deutschem Vorbild unter anderem auch in Luxemburg, Österreich, den Niederlanden und Spanien statt. Quennet-Thielen: "Es wird höchste Zeit, dass wir den Blick von Schülerinnen für Berufe schärfen, die außerhalb ihres bisherigen Wahrnehmungsspektrums liegen. Viele Traumberufe müssen von den jungen Frauen erst noch entdeckt werden."
Ein Großteil der jungen Frauen entscheidet sich noch immer für "typisch weibliche" Berufe wie Kauffrau im Einzelhandel, Bürokauffrau, Verkäuferin oder Friseurin. Mehr als die Hälfte der weiblichen Auszubildenden beschränkt ihre Auswahl auf nur zehn verschiedene Ausbildungsberufe im dualen System, darunter kein einziger mit naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung. Auch in den Ingenieurwissenschaften oder der Informatik sind Frauen weiterhin deutlich unterrepräsentiert.
Der Aktionstag richtet sich nicht nur an Mädchen. Viele Initiativen und Netzwerke haben das Thema jungengerechte Förderung aktiv aufgenommen und organisieren Angebote für Jungen. Unterstützt werden sie durch das Servicebüro "Neue Wege für Jungs".
Das genaue Programm zum Girls' Day im Forschungszentrum caesar finden Sie unter www.caesar.de/girlsday.html
Weitere Informationen zum Girls' Day finden Sie unter www.girls-day.de/
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