Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau
Pressemeldung
GEW Bremen

Ein Schulgesetz, von dem die Betroffenen nichts halten

Stellungnahme der GEW Bremen zur Deputationssitzung am 23.4.09

Mehr zu: Auslese, Bremen, Oberschule, Schulentwicklung, Schulgesetz, Schule
Bremen, 23.04.2009 -

In der Bildungsdeputation soll heute über die endgültige Fassung des Schulgesetzes beschlossen werden, die dann anschließend in die Bürgerschaft geht. Mit dem vorliegenden Entwurf, der im Kern am ersten Entwurf und dem Konsenspapier von SPD, CDU und Grünen festhält, hat nach Auffassung der GEW die rot/grüne Koalition die Chance einer vorwärts weisenden Schulreform im Lande Bremen vertan. Die Trennung der SchülerInnen nach der 4. Klasse wird nicht aufgehoben, sondern in die Zukunft verlängert.

In einer 249-seitigen Synopse sind die Stellungnahmen der Verbände und Schulen zum Gesetzesentwurf sowie die Antworten der Bildungsbehörde auf die vielen Einwendungen und Änderungsanträge zusammengestellt. Auffällig ist dabei, dass die Gesamtvertretungen der Lehrkräfte, der Eltern und der SchülerInnen die Grundkonstruktion des Gesetzes ablehnen.

So urteilt die GesamtschülerInnenvertretung:"Das neue Schulgesetz welches in Bremen voraussichtlich durchgeführt wird, ist der Meinung der GSV nach eine große Enttäuschung. Das sogenannte 2-Säulen-Modell, welches eigentlich ein 4-Säulen-Modell ist (Oberschule, Gymnasium, Werkschule und Förderzentrum) ist von unserer Vorstellung einer Schule für alle weit entfernt."

Auch der Zentralelternbeirat "bedauert die politische Entscheidung für das sogenannte ´Zwei-Säulen-Modell´."

Der Personalrat Schulen "weist darauf hin, dass mit der Novellierung

  • die von der rotgrünen Koalition ursprünglich angestrebte ´eine Schule für alle´ nicht eingerichtet wird,
  • die frühe Selektion nach der vierten Klasse weiter bestehen bleibt,
  • Schularten unterschiedlicher Attraktivität und Wertigkeit erhalten bleiben."

Die rot/grüne Koalition hat sich nicht – entgegen den Ankündigungen der Koalitionsvereinbarung – auf die Unterstützungsbereitschaft der Betroffenen gestützt, um durch einen schrittweisen Umbau der verschiedenen Schulformen zur "Schule für alle" Anschluss an die internationale Entwicklung zu finden. Statt dessen hat die Senatorin für Bildung unter großem Aufwand ein neues Schulgesetz in Auftrag gegeben und dabei die große Koalition mit der CDU und der FDP gesucht, die sich schon im Wahlkampf für das "Zwei-Säulen-Modell" ausgesprochen hatten.

Das wenige Positive, was unter diesem Gesetz vielleicht realisiert werden kann (Integration von Schulzentren zu integrierten Schulen) wäre auch ohne ein neues Schulgesetz möglich gewesen. Es ist aber vor allem zu befürchten, dass die wenigen materiellen Mittel, die zur Verfügung stehen, nicht dem Ausbau des Elementar- und Primarbereiches und der besseren Ausstattung der zukünftigen Oberschulen, insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen, zugute kommen, sondern in sinnlose Umorganisationen der Sekundarstufe II gesteckt werden. Das Ziel der Koalitionsvereinbarung, nämlich die sozialen Gegensätze in der Stadt u.a. durch die Schulpolitik abzumildern, wird durch dieses Gesetz verfehlt.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

92766de8b7f13551ed221e2ba7b2d9e6d44e417b
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung