Girls'Day und Neue Wege für Jungs zeigen Zukunftsperspektiven
Ursula von der Leyen: "Breite Orientierung bei der Berufswahl nützt Mädchen und Jungen gleichermaßen"
Mehr zu: Berufsorientierung, Deutschland, Europa, Girls' Day, Gleichstellung, KITA, SonderthemenAm neunten bundesweiten Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag erproben sich heute bundesweit Schülerinnen in technischen und handwerklichen Berufen oder lernen weibliche Vorbilder in Führungspositionen in Wirtschaft und Politik kennen. Mehr als 126.000 Mädchen nehmen in diesem Jahr daran teil. Ähnliche Ziele wie der Girls'Day verfolgt das Projekt "Neue Wege für Jungs". Es richtet sich an Jungen der Klassen 5 bis 10. Um ihnen gezielt neue Berufsperspektiven aufzuzeigen, gibt es eine neue, bundesweite Datenbank für Schülerpraktika in Sozial- und Gesundheitseinrichtungen mit bereits weit mehr als 400 Einträgen.
Theoretisch stehen Mädchen heute alle Berufe offen. 50 Prozent der Mädchen wählen aber aus einem eingeschränkten Spektrum von 10 klassischen Frauenberufen. Dies reicht von Arzthelferin über Frisörin bis Einzelhandelskauffrau. Diese klassischen Frauenberufe sind meist nicht gut bezahlt und bieten kaum Aufstiegschancen. "Trotz guter Schulabschlüsse wählen Mädchen selten Berufe in Naturwissenschaft, Technik und IT. Deshalb gibt es den Girls'Day, um ihnen zu zeigen, dass sie sich mehr zutrauen können", sagt Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen. "Das gleiche machen wir aber auch für junge Männer mit dem Projekt 'Neue Wege für Jungs'. Jungen sind kaum in sozialen und Pflegeberufen zu finden. In Kitas etwa gibt es nur fünf Prozent Erzieher. Es fehlen männliche Vorbilder. Mit dem Girls'Day und 'Neue Wege für Jungs' wollen wir Jugendliche dazu motivieren, dort ihre berufliche Zukunft zu suchen, wo sie ihre Stärken und Talente am besten einbringen können", so die Ministerin.
Anlässlich der Veranstaltungen zum Girls'Day und "Neue Wege für Jungs" trifft Ursula von der Leyen im ARD-Hauptstadtstudio auf etwa 40 Jugendliche aus Berliner Schulen. Neben der Ministerin stehen Dr. Claudia Nothelle, Programmdirektorin im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) sowie Rainald Becker, stellvertretender Studioleiter im ARD-Hauptstadtstudio Rede und Antwort.
Der Girls'Day ist Deutschlands größte und vielfältigste Berufsorientierungsinitiative für Mädchen. Mit dem Aktionstag haben seit 2001 bereits mehr als 900.000 Mädchen Berufe entdeckt, in denen Frauen bisher noch unterrepräsentiert sind. Er unterstützt Trends, wie steigende Anteile weiblicher Studierender in technisch-naturwissenschaftlichen Fachbereichen. "Neue Wege für Jungs" stellt neben der Überwindung von Geschlechterstereotypen in der Berufs- und Studienwahl auch die Erweiterung sozialer Kompetenzen und die Reflektion männlicher Rollenbilder in den Mittelpunkt. Noch immer entscheiden sich mehr als die Hälfte der Jungen für eine von 20 meist handwerklich-technischen Ausbildungen.
Der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). "Neue Wege für Jungs" wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Pressekontakte:
Dipl. Psych. Carmen Ruffer | Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag |
Öffentlichkeitsarbeit
Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
Telefon: 0521 / 106 7378 | eMail:
http://www.girls-day.de
Dipl. Soz. Dörte Jödicke | Neue Wege für Jungs | Öffentlichkeitsarbeit
Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
Telefon: 0521 / 106 7359 | eMail:
http://www.neue-wege-fuer-jungs.de
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