Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 10.02.2012, 11:16
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch warnt vor Beeinträchtigung der Forschungsfreiheit und Schädigung des Forschungsstandorts Bayern

Mehr zu: Bayern, Drittmittel, Forschung, Nachhaltigkeit, Wissenstransfer, Hochschule
München, 23.04.2009 -

In der aktuellen Diskussion um die Grüne Gentechnik warnte Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch am Donnerstag davor, die verfassungsrechtlich garantierte Forschungsfreiheit in Frage zu stellen. "Mit der Festlegung einer ´gentechnikfreien Region´ mögen sich vielleicht Anbaubeschränkungen in der Landwirtschaft begründen lassen, die Freiheit der Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen darf aber nicht beeinträchtigt werden", betonte Heubisch. "Forschung und technologische Innovationen sind und bleiben in Bayern willkommen. Dafür stehe ich als Wissenschaftsminister ein. Schließlich ist die Spitzenstellung Bayerns im High-Tech-Bereich vor allem auch der Forschung zu verdanken."

Dabei seien die Forscherinnen und Forscher selbstverständlich an Recht und Gesetz gebunden. Der Gesetzgebung wiederum lägen ethische Abwägungen zugrunde. Deshalb, so Heubisch, wäre "ein generelles Moratorium Gen-Freilandversuche oder für andere Forschungsbereiche weder sinnvoll, noch gäbe es dafür eine rechtliche Grundlage, vom Schaden für den Forschungsstandort Bayern ganz zu schweigen." Soweit sich bei der Durchführung eines konkreten Forschungsvorhabens ethische Fragestellungen ergeben sollten, seien diese von Wissenschaftlern ohnehin stets zu beachten. "Ich kann nicht erkennen, dass sich die Wissenschaft hierüber hinwegsetzen würde", so der Minister.

Zur Frage der wissenschaftlichen, nicht kommerziellen Freilandversuche unterstrich Heubisch: "Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Grünen Gentechnik setzt weitere intensive Forschung voraus. Um aber die Forschung gerade auf dem zukunftsträchtigen Gebiet der Pflanzenbiotechnologie weiter vorantreiben zu können, kann auch die Erprobung gentechnisch optimierter Pflanzen in Freilandversuchen erforderlich werden." Die Voraussetzungen für einen wissenschaftlichen Freilandversuch seien dabei streng geregelt: "Eine gentechnisch veränderte Pflanze kann nur dann ins Freiland gebracht werden, wenn sie ein kompliziertes Zulassungsverfahren durch die Zentrale Kommission für Biologische Sicherheit durchlaufen hat", so der Minister.

Die Forschung im Bereich der Grünen Gentechnik, so Heubisch, dürfe man nicht den Großkonzernen überlassen: "Die staatlich geförderte Forschung trägt entscheidend zur Verhinderung von Monopolbildung auf dem Gebiet der Grünen Gentechnik bei."

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

902f6794a8a2b01051b2c5cbc713c18bc89342da
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung