Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Zentralabitur: Vorwürfe der SPD sind haltlos
KMK und Unabhängige Kommission bestätigen Korrektheit der Deutsch-Aufgaben
Mehr zu: Deutsch, Nordrhein-Westfalen, Zentralabitur, SchuleZur Pressemitteilung der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, erklärt der Sprecher des Schulministeriums:
Die Vorwürfe von Frau Schäfer sind haltlos. Die Prüfungsaufgaben sowie die Bewertungsbögen des Zentralabiturs im Fach Deutsch sind korrekt. Es besteht keine Gefahr einer ungerechten Benotung für die Abiturienten. Die Bewertungsmaßstäbe sind in den Unterlagen für die Lehrkräfte klar geregelt. Diese haben selbstverständlich weiterhin Gültigkeit. Mit ihren Bemerkungen verunsichert Frau Schäfer die Abiturientinnen und Abiturienten sowie die. Hier stellt sich die Frage des verantwortungsvollen Umgangs mit Menschen im laufenden Abiturverfahren.
Auch wenn bei zwei Aufgaben in den Unterlagen für die Lehrkräfte nur die sogenannten Anforderungsbereiche I und II ausdrücklich ausgewiesen werden, enthalten die Aufgabenstellungen ebenfalls die notwendigen Anforderungen im Anforderungsbereich III. Dies bestätigen auch der Vorsitzende der ´Unabhängigen Kommission zur Qualitätssicherung von zentralen Prüfungen´, Prof. Dr. Wilfried Bos sowie die Vorsitzende der Fachkommission Deutsch, Prof. Dr. Juliane Köster. Sie stellen fest: "Die Aufgaben entsprechen damit eindeutig dem Anforderungsprofil von Abituraufgaben; sie sind auch im Hinblick auf die Abdeckung sämtlicher Anforderungsbereiche mehrfach geprüft worden. Die Deutsch-Aufgaben im Abitur 2009 sind nicht zu beanstanden. Für die Bewertung der Schülerleistung in der Klausur ist entsprechend den Bewertungsunterlagen allein entscheidend, inwieweit die dort in den einzelnen Kriterien gestellten Anforderungen erbracht und die dafür ausgewiesenen Punkte erreicht werden."
Auch der Vorwurf, die Bewertungsbögen der Lehrkräfte verletzten KMK-Vorgaben, entbehrt jeder Grundlage. Auf Nachfrage hat der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Prof. Erich Thies, die Auffassung zu den formalen Anforderungen bestätigt. In einer Stellungnahme schreibt er heute: "Nach den Vorgaben der Kultusministerkonferenz ist entscheidend, ob die tatsächlichen Aufgabenstellungen einer Abiturklausur inhaltlich alle drei Anforderungsbereiche abdecken. Eine förmliche Ausweisung auf Bewertungsunterlagen der Lehrkräfte ist nicht vorgeschrieben. Wenn auf den Lehrerbögen ein bestimmter Anforderungsbereich nicht ausdrücklich ausgewiesen ist, aber in den Aufgaben enthalten ist, stellt dies daher keinen Verstoß gegen die ´Einheitlichen Prüfungsanforderungen der Kultusministerkonferenz´ dar."
Die Fakten zeigen: Die Vorwürfe der SPD sind ein reiner Sturm im Wasserglas. Frau Schäfer versucht krampfhaft, an einem störungsfrei ablaufenden Zentralabitur herumzumäkeln. Auch ihre Forderung, die Lehrkräfte über den Sachverhalt aufzuklären, ist längst hinfällig. Bereits heute Mittag hat das Schulministerium in einer Schulmail alle Schulleiter sowie die Fachlehrer Deutsch über den Sachverhaltaufgeklärt.
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