Deutsches Studentenwerk
Deutsches Studentenwerk äußert Verständnis für Bildungsstreik
DSW-Präsident Rolf Dobischat: "Die Studierenden haben allen Grund, auf die Straße zu gehen" - Unterfinanzierte Hochschulen und Studentenwerke, soziale Selektion, Studiengebühren, schlechte Studienbedingungen
Mehr zu: Auslese, Bildungsstreik, Bologna-Prozess, Deutschland, Konjunkturpaket, Leistungsdruck, Schülerstreik, Schulstress, Stipendien, Studiengebühren, Hochschule, SchuleDas Deutsche Studentenwerk (DSW), das für die sozialen Interessen der zwei Millionen Studierenden in Deutschland eintritt, äußert Verständnis für den in der kommenden Woche geplanten bundesweiten "Bildungsstreik". "Ich kann alle Studierenden gut verstehen, die ihren Protest und ihren Unmut auf phantasievolle und friedliche Weise auf die Straße tragen", erklärt DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat.
"Unterfinanzierte Hochschulen und Studentenwerke; Studiengebühren, aber viel zu wenige Stipendien; eines der sozial selektivsten Hochschulsysteme weltweit, Studierende, die sich als ´Kunden´ ihrer Hochschule und nicht als Mitgestalter begreifen sollen; Stress und Leistungsdruck in überfrachteten Bachelor-Studiengängen: Es gibt viele gute Gründe, um zu protestieren", sagt Dobischat. Der DSW-Präsident weiter: "Zwar hat die Politik jetzt glücklicherweise unter anderem den Hochschulpakt II für zusätzliche Studienplätze auf den Weg gebracht. Wir brauchen aber dringend eine breite gesellschaftliche Debatte über die Qualität der Hochschulbildung und die Studienbedingungen an unseren Hochschulen. Ich wünsche mir, dass der Bildungsstreik die Studierenden mobilisiert und eine solche Debatte vielleicht anstößt."
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