Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 11:52
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

VBE: Bei der Werkrealschule übt sich der Kultusminister immer mehr in der Kunst der Spiegelfechterei

Mehr zu: Baden-Württemberg, Hauptschule, Schulstruktur, Werkrealschule, Zeugnis, Schule
Stuttgart, 11.06.2009 -

Anders als der Kultusminister sieht der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg keine breite Zustimmung der unmittelbar Be­troffenen zur "Neuen Werkrealschule". Die Mehrheit der Lehrer und El­tern lehnt das neue Schul-Konzept, das Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt als "Mogelpackung" bezeichnet hat, als keine tragfähige Alternative ab. Auch der VBE vermutet, dass der Hauptschule vor Ab­lauf des Haltbar­keitsdatums lediglich schnell noch ein neues Etikett verpasst werden soll.

Eltern wird die ungeliebte Schulart durch ein neues Etikett nicht schmackhafter gemacht. Der deutliche Trend weg von der Werkrealschule hin zur "echten" Realschule wird weiter anhalten. Schwache Hauptschüler wird es auch weiterhin geben, nur die Schulen dafür sind nicht mehr da, weil die neue Werkrealschulen durch die verlangte Zweizügigkeit Zusammenlegungen respektive Schulschlie­ßungen nach sich ziehen werden und manche Kommunen darin die Chance se­hen, die ungeliebte Hauptschule loszuwerden und dafür eine "höherwertige" Werkrealschule zu be­kommen.

Während in der seitherigen Hauptschule sich positiv entwi­ckelnde Schüler mit dem Werkrealschulzug die Chance bekommen haben, mit Zusatzunterricht durchzustar­ten, die zehnte Klasse "draufzusatteln" und den mittleren Abschluss zu schaf­fen, wird bei der neuen Werkrealschule das Scheitern der meisten Schü­ler und damit der Abgang bereits nach der neunten Klasse ohne mittlere Reife bewusst in Kauf genommen. Während seither Schüler motiviert worden sind, bei gu­ten Leis­tungen wei­ter zu ma­chen, wird man in der neuen, auf sechs Jahre an­gelegten neuen Werkrealschule der Mehrzahl der Schüler nach fünf Schuljahren das Versagen beschei­nigen und sie mit dem Zeugnis der Hauptschule entlassen. "Eine bil­dungspoliti­sche Bankrotterklärung", empört sich der VBE-Sprecher.

Wenn Kultusminister Rau jetzt bei der zusätzlichen Notenhürde am Ende der neunten Klasse der Werkrealschule eine scheinbare Erleichterung durch das Vo­tum der Klassenkonferenz einführen will, die auch das Arbeitsverhalten des Schülers berücksichtigen soll, ist das nach Auffassung des VBE wieder reine Spiegelfechterei, da im Streitfall - wie auch bei der Grundschulemp­fehlung - le­diglich "harte Fakten", sprich: die Noten den Ausschlag geben.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

34d3c7f89fb8c117137049f0eadae073ddc3a74c
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Sonderthemen

Kritik an mangelnder Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland

Berlin, 08.02.2012. (hib/AW) Das Deutsche Institut für Menschenrechte übt schwere Kritik an der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Der Institutsmitarbeiter Hendrik Cremer begrüßte zwar am Mittwoch Vormittag vor dem Familienausschuss, dass Deutschland die bei der Ratifizierung abgegebene ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Weiter auf bildungsklick.de
Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung