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Pressemeldung von: GEW Bayern

GEW Bayern unterstützt Bildungsstreik

Für eine Kehrtwende in der Bildungspolitik

München, 16.06.2009

Schon jetzt ist klar, dass der Bildungsstreik 2009 ein großer Erfolg wird. Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten und Beschäftigte an Schulen und Hochschulen machen gemeinsam und unübersehbar auf die drastische Mangelsituation an deutschen Bildungseinrichtungen aufmerksam.

"Bildung ist ein Menschenrecht und es ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, gute Bildungsangebote für alle Menschen von der KiTa bis zur Weiterbildung für Erwachsene zur Verfügung zu stellen," betont Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern. "Chancengleichheit ist dann erreicht, wenn alle gesellschaftlichen Gruppen den gleichen Zugang zu allen Bildungsangeboten haben und diese auch tatsächlich entsprechend wahrnehmen. Davon sind wir in Bayern weit entfernt."

Ein Höhepunkt der Streikwoche in Bayern werden die Demonstrationen am 17. Juni sein, die im wesentlichen von Schülerinnen und Schülern organisiert werden. Demonstriert wird v. a. gegen Anachronismen im bayerischen Schulwesen wie die frühe Auslese, die Benachteiligung von behinderten Schülerinnen und Schülern und den offensichtlich immer noch vorherrschenden Frontalunterricht. Neubäcker: "Die Kritik der Schülerinnen und Schüler ist im wesentlichen auch die Kritik der GEW. Wir haben großen Respekt vor dem Engagement, der Kreativität und dem Organisationstalent der Schülerinnen und Schüler und wünschen ihnen, dass ihre Aktionen zu einem Riesenerfolg werden! Vom Kultusminister erwarten wir, dass die Inhalte wahr- und ernst genommen und entsprechend umgesetzt werden. Vor allem aber fordern wir das Kultusministerium auf, dafür zu sorgen, dass die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an den Aktionen als praktisches Lernen von Demokratie an den Schulen gewürdigt wird und es keinesfalls zu Sanktionen kommen darf, wenn Unterrichtszeiten betroffen sind."


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