GEW Niedersachsen
Mogelpackung Schulgesetz - GEW: Dies Gesetz muss wieder weg!
Hohle Versprechungen über Bestand der Integration
Mehr zu: Förderschule, Inklusion, Integration, Niedersachsen, Schulgesetz, SchuleDas am 16. Juni im Landtag verabschiedete Schulgesetz bezeichnet der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen als "Mogelpackung". Die GEW fordert, dass die Verpflichtung auf die Einführung des Turbo-Abiturs an Gesamtschulen wieder aus dem Gesetz gestrichen wird. Vertreter der Koalition und das Kultusministerium hatten in den letzten Tagen gegenüber Gesamtschuleltern und der Presse "Entgegenkommen" signalisiert und versprochen, die integrierte Sekundarstufe I werde nicht beschädigt, jedenfalls bis zum 8. Schuljahrgang. Dies solle durch untergesetzliche Regelungen wie Grundsatzerlass, Versetzungs- und Abschlussverordnung gesichert werden. Die Kritik der Gesamtschulanhänger werde aber auch bei den Beratungen der Verordnungen und Erlasse bestätigt werden.
Die Regierung versuche, in der aktuellen schulpolitischen Debatte angesichts des anhaltenden heftigen Gegenwinds den Eindruck zu erwecken, sie komme den Gesamtschulanhängern entgegen. Brandt kritisiert: "Die Regierung legt die angekündigten Verordnungen und Erlasse nicht vor, obwohl Landtagsabgeordnete damit schon herumfuchteln." In anderen Ministerien würden bei vergleichbar komplexen Sachverhalten zusammen mit dem Gesetz alle anderen untergesetzlichen Regelungen vorgelegt. Nur so könne man sich ein realistisches Bild über die tatsächlichen Auswirkungen machen. "Offenbar weiß das Kultusministerium, dass die Einführung des G8 mit einer integrierten Sekundarstufe I nicht kompatibel ist", kritisiert der GEW-Landesvorsitzende. Zu allen Anfragen, wie denn die erhöhte Wochenstundenzahl, die in den Gymnasien durch das Streichen des 10. Schuljahrgangs zu den Problemen in den Jahrgängen 6 bis 9 geführt habe, in einer integrierten Sekundarstufe I untergebracht werden könne, habe das Kultusministerium beharrlich geschwiegen.
Dagegen kündigen Vertreter aus Regierungsfraktionen und Ministerium an, man wolle nunmehr sogar die Wünsche der Gesamtschulen noch stärker berücksichtigen. So solle ihnen zugestanden werden, Schülerinnen und Schüler "klassenintern" Kursen zuzuweisen und sie nicht mehr in unterschiedliche Kurse aufzuteilen. Dies betrifft die Fächer Mathematik und Englisch, Naturwissenschaften und Deutsch. Die Kultusministerkonferenz hatte die klasseninterne Kurszuweisung schon vor Jahren genehmigt, um den Gesamtschulen mehr Möglichkeiten zur individuellen Förderung zu geben. In Niedersachsen hatte die CDU/FDP Koalition diese Entwicklung bislang blockiert. Mit den modernen Förderkonzepten haben Gesamtschulen in anderen Bundesländern gute Erfahrungen gemacht. Die Göttinger Lichtenberg Gesamtschule hat bundesweit beachtete Erfolge mit diesem Konzept vorzuweisen. Diese IGS darf aufgrund einer KMK-Ausnahmeregelung von Jahrgang 5 bis 10 auf die äußere Fachleistungsdifferenzierung verzichten. Gerade diese ambitionierten Schulkonzepte werden nach Ansicht der GEW durch das Schulgesetz so stark blockiert, dass untergesetzliche Regelungen dies nicht auszugleichen vermögen. Mit Recht hätten daher die privaten Waldorf- Schulen erreicht, dass der Gesetzgeber ihren Status als Alternative inzwischen akzeptiere. Die Alternative zum gegliederten Schulsystem müsse aber auch den Eltern im staatlichen Schulsystem geboten werden, fordert die GEW.
Ansprechpartner
Sonderthemen
"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"
09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...Schule
Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung
Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback