Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Weit über 50.000 Teilnehmer bei Demonstrationen zum Bildungsstreik in NRW
Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Bildungsstreik, Nordrhein-Westfalen, Schülerstreik, Schule, HochschuleWeit über 50.000 SchülerInnen, Studierende und Auszubildende demonstrierten heute in ganz NRW für ein besseres und gerechteres Bildungssystem. In mehr als 20 Städten gab es große Demonstrationen. Die größte davon war in Münster mit 15.000 TeilnehmerInnen. In Dortmund gingen mehr als 8.000 und Düsseldorf rund 7.000 junge Menschen auf die Straße. 5.000 DemonstrantInnen wurden in Köln gezählt, dicht gefolgt von Bielefeld mit 4.500. Auch außerhalb der großen Städte gab es Aktionen, so etwa in Gelsenkirchen, wo mehr als 500 Menschen sich an der Aktion des Bildungsstreiks beteiligten.
"Heute haben alleine in NRW weit über 50.000 Menschen demonstriert. Von dieser enormen Zahl sind selbst wir völlig überrascht, damit wurden alle unsere Erwartungen weit übertroffen. Das ist heute ein überdeutliches Signal, dass wir dringend einen Wechsel zu einem neuen und gerechten Bildungssystem brauchen." erklärte Finn Siebert, AG Bildungsstreik NRW
"Die Demo war ein riesiger Schritt in die richtige Richtung, denn unsere Forderungen können wir nur durchsetzen, wenn wir laut sind und laut sind wir nur, wenn wir viele sind. Es kann und darf nicht sein, dass Schule immer mehr auf die Interessen der Wirtschaft ausgerichtet wird. Wir wollen eine Schule für alle ohne Kopfnoten und zentrale Abschlussprüfungen. Auch nach dem Streik werden wir nicht ruhig sein, sondern kämpfen bis unsere Forderungen erfüllt sind," kündigte Lara Turek, LandesschülerInnenvertretung NRW an.
"Die Demos heute waren erst der Anfang. Ich bin sicher, dass es jetzt immer mehr Proteste geben wird. Wir werden nicht aufgeben, bis das Studium gebührenfrei und ohne Zulassungsbeschränkungen ist und das Bachelor/Mastersystem überholt wurde, " sagte Christina Schrandt, Landes-ASten-Treffen NRW
"Jeder junge Mensch muss ein verbrieftes Recht auf einen Ausbildungsplatz haben", forderte Antonia Kühn von der DGB Jugend NRW. Deswegen habe die DGB Jugend auch angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit eine Petition für ein Grundrecht auf Ausbildung im Bundestag eingereicht. Obwohl diese Petition von 72.000 Unterstützern getragen werde, sei sie von der Politik bisher ignoriert worden. Die Gewerkschaftsjugend erwarte, dass ihre Petition noch vor Ende der Legislaturperiode im Parlament behandelt wird.
Am Samstag, den 20. Juni, folgt eine landesweite Demonstration in Düsseldorf, zu der mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.
Barbara Hemkes, Pressesprecherin des DGB NRW, Leiterin der Abteilung Grundsatz/Medien- und Öffentlichkeitsarbeit/Medienpolitik,
Friedrich-Ebert-Str.34 - 38, 40210 Düsseldorf, 0211-3683119, 0151-12628044,
www.nrw.dgb.de
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