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Pressemeldung von: GEW Baden-Württemberg

Schulträger sollen Ausgaben für Schulbücher erhöhen

GEW: Gute Schulen brauchen bessere Ausstattung - Zumeldung Landtagsdebatte Lernmittelfreiheit

Stuttgart, 18.06.2009

Gemeinde, Städte und Landkreise sollen mehr Geld für neue Schulbücher ausgeben. Dies verlangt die Bildungsgewerkschaft GEW anlässlich der heutigen (18.06.) Debatte über Lernmittelfreiheit im Landtag.

"Moderne Unterrichtsmethoden und neue Bildungspläne können die Lehrerinnen und Lehrer nicht mit Schulbüchern aus dem letzten Jahrhundert umsetzen. Die Schulträger müssen mehr investieren und nicht weiter an der Ausstattung der Schulen sparen", sagte am Donnerstag (18.06.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

Eltern geben von Jahr zu Jahr immer mehr Geld für zusätzliche Materialien und Nachhilfe aus. "In Deutschland wird wie in keinem anderen Land der Bildungserfolg von der sozialen Herkunft der Kinder bestimmt. Die Schulen müssen so gut ausgestattet werden, dass Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien die gleichen Chancen wie ihre Klassenkollegen haben. Die Lernmittelfreiheit darf auf keinen Fall aufgeweicht werden", sagte Moritz.

Durchschnittlich gibt ein Schüler 20 Euro pro Jahr für neue Schulbücher aus. Doch mit Schulbüchern alleine ist es nicht getan: "Hinzu kommen Geld für Klassenfahrten und Monatskarten. In der Oberstufe an Gymnasien sind private Computer und entsprechende Software Vorraussetzung für gute Referate und Präsentationen. Ein weiterer Rückzug der Schulträger aus der Versorgung mit Lernmaterialen wäre für viele Eltern eine starke Belastung", so Moritz.


Zur Veröffentlichung freigegeben - GEW Baden-Württemberg / bildungsklick.de


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