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Prävention in Schulen: Saarländische Schoolworker anerkannt, integriert und bundesweit vorbildlich

Mehr zu: Deutschland, Gewalt in der Schule, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Prävention, Saarland, Schule
Saarbrücken, 29.06.2009 -

Sie engagieren sich für Schüler, Lehrer, Eltern und alle, die etwas mit Schule zu tun haben: Gerade nach den Fällen Erfurt und Winnenden sind Schoolworker wertvoller denn je. Sie sind psychologisch geschulte Fachkräfte, arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, beraten Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern. Schoolworker sind Ansprechpartner bei Problemen, Notsituationen oder auch in Erziehungsfragen.

Unter dem Titel "Prävention in Schulen – in der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule" hatte am Montag das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur zur Fachtagung der Schoolworker eingeladen.

Mehr als 120 Schoolworker und Lehrkräfte haben in den Sitzungssälen des saarländischen Kultusministeriums über Prävention in Schulen diskutiert. Dabei ging es um die Entwicklung einer wirksamen Anerkennungskultur in den Schulen, um Überwindung von Mobbing und Gewalt, um konstruktive Konfliktlösungsstrategien und um Misshandlungsprävention.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur, kündigte bei der Fachtagung an, den Einsatz von Schoolworkern im Saarland weiter auszubauen und auch die Grundschulen mit einzuschließen. Derzeit arbeiten im Saarland 52 Schoolworker an 98 Schulen. Die Finanzierung der Personalkosten erfolgt jeweils zur Hälfte aus Landesmitteln und aus Haushaltsmitteln der Kreise bzw. des Regionalverbands Saarbrücken.

Die Landesregierung hat seit 2003 das iSPO-Institut in Saarbrücken damit beauftragt, Arbeitsweisen und Ergebnisse des Schoolworker-Einsatzes wissenschaftlich zu begleiten, zu untersuchen und auszuwerten. Die Ergebnisse der Evaluation aus den Jahren 2007 und 2008 haben durch die aktive Einbeziehung der Schoolworker und durch aktuelle umfangreiche Schulbefragungen einen großen Praxisbezug. Der Schoolworker-Bericht 2007/2008 kommt zu folgendem Fazit:

  • Die aktuellen Befragungen der beteiligten Schulen unterstreichen erneut: Die Schoolworker sind integriertes und anerkanntes Element saarländischer Schulen.

  • Das Saarland verfügt inzwischen über empirisches Material zu Schoolworking, wie dies in Deutschland in keinem anderen Bundesland der Fall ist.

Intention der Landesregierung war es zu Beginn des damals vorerst auf drei Jahre als Modellprojekt angelegten Einsatzes der Schoolworker, die Zusammenarbeit zwischen den beiden staatlich organisierten Systemen Jugendhilfe und Schule flächendeckend strukturell zu verankern. Mit den Ergebnissen dieses Berichts ist der Weg geebnet, Schoolworking zu einem festen Bestandteil dieser Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule zu machen.

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