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Pressemeldung von: Landeselterninitiative für Bildung e.V.

G 8/G 9: Schüler und Eltern wollen Widerspruch eingelegen und Aufschluss über Organisation des zu wiederholenden Schuljahres

Saarbrücken, 30.06.2009

Die Landesschülervertretung Gymnasien und die Landeselterninitiative für Bildung wollen weiterhin Aufschluss über die Durchschnittsnoten jeweils des G 8- und G 9-Jahrgangs im Abitur differenziert nach Gymnasien und den Fächern Mathematik, Deutsch, Erste Fremdsprache (Englisch, Französisch), Biologie, Chemie und Physik auf Landesebene. Die beiden Organisiationen wollen deshalb morgen ans Bildungsministerium einen Widerspruch gegen die Ablehnung der Herausgabe absenden.

Der Widerspruch ist die formale Voraussetzung für eine ev. spätere Klage. Auch wenn, wie Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer in Ihrer Pressemitteilung vom 30. Juni 2009 mitteilt, der Durchschnitt des G 8-Jahrgangs auf Landesebene vor Abschluss der Nachprüfungen nur um ein Zehntel Note schlechter ist als der des G 9-Jahrgangs, wollen Schülervertretung und Elterninitiative angesichts der Kritik des Berliner Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an den Lehrplänen der genannten Fächer Einblick nehmen in die differenzierten Notendurchschnitte, die ja durchaus den Unterschied zwischen der Note 2 oder 3 in den Kern- und naturwissenschaftlichen Fächern ausweisen können und nicht so nivelliert sind.

(Uns ist nicht plausibel, wie denn eine Gefahr entstehen kann, wie das Ministerium am 18. Juni geantwortet hat, "dass durch die Veröffentlichung einzelner Noten Rückschlüsse bis auf einzelne Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer gezogen werden können". Das wäre nämlich schlicht nicht möglich, wenn das Ministerium die Durchschnittsnote eines Jahrgangs an einem Gymnasium mitteilte, denn an keinem Gymnasium ist ein Jahrgang kleiner als ca. 40 Schüler. Und es wäre schlicht nicht möglich, wenn es die Durchschnittsnoten der Fächer Mathematik, Deutsch, Erste Fremdsprache (Englisch, Französisch), Biologie, Chemie und Physik auf Landesebene mitteilte.)

Gleichzeitig werden Schüler und Eltern in dem Schreiben die Ministerin bitten Auskunft zu geben, wenn denn die Ergebnisse nach den Nachprüfungen feststehen, wie viele Schülerinnen und Schüler das Abitur nicht bestanden haben und wie das Ministerium deren Wiederholung des letzten Schuljahres angesichts der inzwischen eingeführten "Neuen gymnasialen Oberstufe Saar" zu gewährleisten beabsichtigt. Die Ministerin habe selbst in einer Sitzung der LEV Gymnasien angekündigt, dass jeder Schüler an seiner Schule unter den alten Bedingungen einen zweiten Anlauf nehmen könne. Es gelte der Vertrauensschutz.


Zur Veröffentlichung freigegeben - Landeselterninitiative für Bildung e.V. / bildungsklick.de


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