Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 25.05.2012, 16:56
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Minister Rippel: Weg frei für Studium mit Meistertitel an saarländischen Hochschulen

Mehr zu: Mittelbau, Saarland, Stipendien, Studienwahl, Studierfähigkeit, Weiterbildung, Hochschule, Berufliche Bildung
Saarbrücken, 01.07.2009 -

Der saarländische Landtag hat heute (1. Juli 2009) eine Änderung der saarländischen Hochschulgesetze beschlossen. Danach wird künftig Meistern und Gleichgestellten der unmittelbare Zugang zu allen saarländischen Hochschulen eröffnet. Das teilte Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel mit. Der Meistertitel wird damit der Allgemeinen Hochschulreife gleichgestellt. Ferner wird auch der Erwerb der fachgebundenen Studienberechtigung für Berufstätige in Ausbildungsberufen erleichtert. Nach der Neuregelung können beruflich qualifizierte Bewerber, die eine mindestens dreijährige Berufstätigkeit aufweisen, ein Probestudium aufnehmen oder eine Zugangsprüfung ablegen. Der bisher notwendige zusätzliche Nachweis der besonderen Qualifikation durch berufliche Weiterbildung entfällt.

Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel: "Diese Gesetzesänderung entspricht einem besonderen Anliegen der Landesregierung, für beruflich qualifizierte Personen die Zugangsmöglichkeiten zum Hochschulstudium weiter zu vereinfachen. Damit fördern wir insbesondere die Durchlässigkeit des beruflichen Bildungssystem zum allgemeinen und akademischen Bildungssystem." In der modernen Gesellschaft ist Weiterbildung zur Erhaltung, Steigerung und Erneuerung beruflicher Kompetenz als lebenslange Begleitung des Berufslebens unverzichtbar. "Für geeignete Absolventen der Berufsausbildung muss daher der Weg zum Studium offen stehen. Auch die Hochschulen profitieren vielfältig von dem beruflichen Erfahrungswissen und der besonderen Motivation, die die Studienbewerber aus der beruflichen Bildung durch die Aufnahme eines Studiums einbringen", so Minister Rippel weiter.

Mit der vom Landtag beschlossenen Gesetzesänderung wird auch die Neuordnung der Gesetzgebungskompetenzen von Bund und Ländern im Bereich des Hochschulrechts in Folge der Föderalismusreform in das Landesrecht übernommen. Mit dem Wegfall der Gesetzgebungskompetenz des Bundes für das Hochschulrahmenrecht sind die Länder gehalten, eigenständige Regelungen in ihren Landesgesetzen vorzusehen. Die Rahmengebung für die Hochschulen ist künftig allein im Landesrecht geregelt.

Gestärkt wird die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, die mit der Neueinführung der Personalkategorie der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen wissenschaftlichen Mittelbau erhält. Hier werden der Hochschule die personellen Ressourcen bereitgestellt, die sie bei der Wahrnehmung der gestiegenen Aufgaben in angewandter Forschung und Entwicklung und beim Technologietransfer benötigt.

Die Gesetzesänderung setzt auch einen Vorschlag der Studierenden um und erweitert die Befreiungsmöglichkeiten von den Studiengebühren in den Fällen, in denen Studierende in den Gremien der Hochschulen oder in satzungsmäßigen Organen der Hochschulen mitwirken. Künftig können in der Selbstverwaltung tätige Studierende bis zu drei Semester von der Zahlung der Studiengebühr befreit werden. Die bisherige Höchstdauer betrug zwei Semester. Diese Maßnahme dient der Stärkung der Selbstverwaltung der Hochschulen und wertet zugleich die Wahrnehmung dieses wichtigen studentischen Ehrenamtes auf.

Eine weitere Neuerung betrifft die Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses. Die Vergabe von Stipendien in der staatlichen Graduiertenförderung erfolgt künftig in Zuständigkeit der saarländischen Hochschulen. Die über den Landeshaushalt zu diesem Zweck bereitgestellten Mittel werden der Universität im Zusammenwirken mit den anderen Hochschulen in vollem Umfang zur Bewirtschaftung und zur eigenverantwortlichen Ausgestaltung des Zuwendungsverfahrens zugewiesen. Die Landesregierung setzt damit den Weg der Stärkung der Autonomie der Hochschulen fort.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

De73f81e678a45f390e51293c4d151327cfe3e4c
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Hochschule

Elixiere der Exzellenz

25.05.2012. (Deutsche Universitätszeitung) Sie sind die Zukunftshoffnung mancher Universitäten: die Institutes for Advanced Studies. Konzipiert als Kreativlabore der Spitzenforschung, leben einige von ihnen vom Geld der Exzellenzinitiative. Doch was wird, wenn diese Quelle im Jahr 2017 versiegt und der Bund ...

Schule

Sitzen bleiben bringt nichts

25.05.2012. (red/ots) - In vielen Familien leuchtet in diesen Wochen die Alarmstufe Rot. Der Grund: Bald gibt es Zeugnisse - und bei manchen droht die "Ehrenrunde". Genau diese würde Klaus Wenzel gern abschaffen. Warum erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Interview mit ...

Sonderthemen

Inklusionsfilm heute im Ersten

23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

Meine Schulzeit auf didacta-bildungsklick.tv


Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung