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Kultusminister Rau: Mehr Männer im Lehrerberuf wären wünschenswert

Land wirbt um männlichen Lehrernachwuchs / "Geringe gesell-schaftliche Wertschätzung schreckt junge Männer ab" - Zumeldung zu lsw 7194 - Experte warnt: Kinder erleben keine Männer mehr

Mehr zu: Baden-Württemberg, Berufseinstieg, Gleichstellung, Grundschule, Lehrerbildung, Schule
Stuttgart, 03.07.2009 -

"Ich würde mich freuen, wenn sich zukünftig mehr junge Männer für den Lehrerberuf entscheiden. Männer und Frauen bringen unterschiedliche Perspektiven und Kompe-tenzen mit, die Schule und Unterricht gleichermaßen bereichern", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL anlässlich der Diskussion um fehlende männliche Lehrer an den Schulen in Baden-Württemberg.

Das Land werbe deshalb um männlichen Lehrer-nachwuchs. "Wir können versuchen, Jungs für den Lehrerberuf zu interessieren und zu motivieren, aber Leidenschaft für Pädagogik lässt sich nicht verordnen." Rau sieht die Gründe für den Mangel an männlichem Lehrernachwuchs vor allem in der geringen gesellschaftlichen Wertschätzung des Lehrerberufs und der oft überzo-genen Kritik an den Lehrkräften. Dies schrecke viele junge Männer ab. Zwar verdiene eine verbeamtete Lehrkraft nicht so viel wie in der freien Wirtschaft, aber bei einem vollen Deputat komme sie beim Berufseinstieg als Single auf ein Nettogehalt zwischen 2 300 und 2 500 Euro. "Davon wird niemand reich, aber am Hungertuch müssen unse-re Lehrkräfte nicht nagen."

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