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Lernstandserhebungen 2009: Große Mehrheit der Schüler erzielt gute Ergebnisse

Mehr zu: Hauptschule, Lernstandserhebung, Nordrhein-Westfalen, PISA (Studie), VERA (Studie), Vergleichsarbeiten, Schule
Düsseldorf, 18.06.2009 -

Rund 176.000 Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse in 2.100 Schulen haben im März dieses Jahres an den Lernstandserhebungen teilgenommen. Diese werden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik geschrieben. Erstmals war es in diesem Schuljahr auch möglich, die Lernstandserhebung im Fach Französisch zu schreiben, und zwar in den Schulen, in denen Französisch ab der 5. Klasse als erste Fremdsprache angeboten wird.

Schulministerin Barbara Sommer: "Lernstandserhebungen sind ein wichtiges Instrument für die Qualitätsentwicklung unserer Schulen. Sie bieten den Lehrkräften Informationen, welche Lernergebnisse ihre Schülerinnen und Schüler erreicht haben und inwieweit die fachlichen Anforderungen erfüllt wurden. Dadurch zeigen sie den Schulen, wo ihre Stärken liegen und wo es noch Förderbedarf gibt. Die Schulen können sich mit den Ergebnissen vergleichen, die in Nordrhein-Westfalen insgesamt und in Schulen mit ähnlichen Standort­voraus­setzungen erreicht wurden. Eine solch schulübergreifende Einordnung hilft, den Erfolg der pädagogischen Arbeit besser einzuschätzen."

Die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Jugendlichen erreicht wie in den vergangenen Jahren die Standards auf zufriedenstellenden bis in Teilgruppen exzellenten Kompetenzniveaus. Beim Leseverstehen im Fach Deutsch erreichen 88 Prozent mindestens das Kompetenzniveau 2, welches bedeutet, dass ein Text in Grundzügen verstanden wird sowie Angaben im Text miteinander verglichen und ausgewertet werden können. In Mathematik erreichen rund 69,2 Prozent aller Schüler mindestens das mittlere Kompetenzniveau 3, in Englisch sind es sogar 80 Prozent.

Im Hinblick auf die Unterschiede der Leistungen von Mädchen und Jungen zeigen sich in abgeschwächter Form die aus vorliegenden Schulleistungsstudien bekannten Befunde. Mädchen zeigen sich im Gesamtergebnis für Nordrhein-Westfalen etwas leistungsstärker beim Lesen in Deutsch und Englisch, während Jungen in Mathematik etwas besser abschneiden.

Wie in allen Durchgängen der Lernstandserhebungen zeigen sich auch diesmal wieder die Unterschiede zwischen den Leistungen der Schüler aus den verschiedenen Bildungsgängen. So schneiden die Gymnasiasten deutlich über dem Landesdurchschnitt ab. Deutlich unter dem Durchschnitt liegen die Leistungen der Schüler in den Grundkursen der Haupt- und Gesamtschulen. Die Erweiterungskurse der Hauptschulen erzielen sowohl beim Leseverstehen im Fach Englisch als auch in Mathematik beachtliche Ergebnisse, erreichen jedoch landesweit nicht ganz das Niveau der Realschulen und der Gesamtschulen. Die Realschüler erreichen in Mathematik und Englisch etwas bessere Ergebnisse als die Schüler der Gesamtschul-Erweiterungskurse, beim Leseverstehen in Deutsch liegen beide in etwa auf einer Höhe.

In diesem Jahr wurden die Aufgaben der Lernstandserhebungen erstmals im Rahmen eines länderübergreifenden Projektes der Kultusministerkonferenz durch das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Olaf Köller entwickelt.

Die Lernstandserhebungen unterstützen die Qualitätssicherung der einzelnen Schulen. Die Ergebnisse werden in Form von kompetenzorientierten Rückmeldungen für die einzelnen Klassen und Schulen zurückgemeldet, deren Ergebnisse mit landesweiten Referenzwerten verglichen werden können. Darüber hinaus bieten die Landeswerte auch aufschlussreiche Informationen über den Leistungsstand in Nordrhein-Westfalen insgesamt.

Die kompletten Ergebnisberichte können Sie hier herunterladen.

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