Philologenverband Baden-Württemberg
"Ohne zusätzliche Ressourcen ist der doppelte Abiturjahrgang 2012 nicht zu bewältigen!"
Mehr zu: Baden-Württemberg, G8, Lehrermangel, Schulträger, Schule"Der doppelte Abiturjahrgang 2012 ist mit einer enormen Belastung der Kollegien verbunden und ist ohne angemessene Entlastungen nicht zu bewältigen", prognostiziert der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur. Das Abitur 2012 erfordere einen ungeheuren Kraftakt. "Das bedeutet für die Gymnasien in den kommenden drei Jahren außergewöhnliche Belastungen", stellt Saur fest und fordert deshalb zusätzliche personelle Ressourcen, die bereits jetzt in die Planungen der kommenden Schuljahre einzubeziehen seien.
Saur weist darauf hin, dass viele Lehrkräfte ab dem Schuljahr 2010/11 mehrere vierstündige Oberstufenkurse übernehmen müssten. Mehr Personal sei auch für die Oberstufen- und Studienberatung sowie für die Organisation der Kursstufe und der Abiturprüfung nötig.
Der Philologenverband fordert deshalb:
- Anrechnungsstunden für Lehrkräfte, die mehr als einen vierstündigen Kurs übernehmen müssen; angemessen sei mindestens eine Anrechnungsstunde pro zusätzlichem Kurs;
- zusätzliche Anrechnungsstunden für Jahrgangsstufenberater sowie für BOGY-Lehrkräfte entsprechend der Schülerzahl in der Oberstufe;
- angemessene Entlastung und Regelungen für Korrekturtage im Rahmen der schriftlichen Abiturprüfung 2012;
- zusätzliche Anrechnungsstunden für Schulleitungsteams;
- finanzielle Unterstützung der Schulträger durch das Land Baden-Württemberg für die Anschaffung zusätzlicher Lehr- und Lernmittel in ausreichender Zahl.
Saur: "Wir erwarten, dass das Kultusministerium für den im Jahr 2012 zu bewältigenden Abitur-Prüfungsmarathon schon jetzt die richtigen Weichen stellt und die Forderungen des Philologenverbandes in die Gesamtkonzeption einbezieht."
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