Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Bayern-Manager Uli Hoeneß als Pate der Hauptschulreform - Kultusminister Ludwig Spaenle und Staatssekretär Marcel Huber geben am 13. Juli bei Kongress in München Startschuss für Reform der Hauptschule
"Breites Bildungsangebot der Mittelschule erhöht Chancen für junge Menschen auf dem Ausbildungsstellenmarkt"
Mehr zu: Bayern, Hauptschule, Mittelschule, Schulentwicklung, Spaenle, SchuleKultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber geben am Montag, 13. Juli 2009, bei dem Kongress "Starke Schüler - für Beruf und Leben" in der Allianz Arena in München-Fröttmanning (Werner-Heisenberg-Allee 25) den Startschuss, um die Hauptschulen flächendeckend zur Mittelschule weiter zu entwickeln. Uli Hoeneß, Manager von FC Bayern-München übernimmt eine Aufgabe als Pate für die Hauptschulreform und wird an dem Kongress ab 10 Uhr teilnehmen.
Kultusminister Spaenle wird bei dem Kongress unter dem Motto "Starke Schüler - für Beruf und Leben" die "Perspektiven für die Hauptschule in Bayern" als "Mittelschule" darstellen. "Das breite Bildungsangebot der Mittelschule und die intensivere Förderung werden die Chancen der jungen Leute auf dem Ausbildungsstellenmarkt erhöhen", betonte Minister Spaenle im Vorfeld des Kongresses. Ab dem Schuljahr 2010/11 wird der Minister die Hauptschulen flächendeckend einzeln oder in Schulverbünden zu Mittelschulen weiterentwickeln. Eröffnet wird der Kongress um 10 Uhr von Staatssekretär Dr. Marcel Huber. Der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Randolf Rodenstock, hält eine Rede zum Thema "Hauptschule zukunftsweisend gestalten".
"Mittelschule" wird sich in Zukunft eine Hauptschule dann nennen können, wenn sie ihren Schülern folgendes breit gefächerte Bildungsangebot unterbreitet:
- drei berufsorientierende Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales,
- ein Ganztagsangebot,
- eine ausgestaltete Kooperation mit einer Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur,
- einen mittleren Bildungsabschluss auf dem Niveau von Wirtschafts- und Realschulen
- die zusätzliche modulare/individuelle Förderung der Schüler im Klassenverband unter Beibehaltung des Klassenlehrerprinzips
- sowie Angebote der Sozialen Arbeit bzw. von Förderlehrern.
Mit Hilfe von Schulverbünden will der Minister so viele Schulstandorte wie möglich und so lange wie möglich erhalten.
Bei dem Kongress sind neben Bildungsexperten auch Schüler und ihre Lehrkräfte eingebunden. Die Volksschule Durach zeigt z.B. ab 11.30 Uhr, wie die Berufsorientierung intensiviert werden kann. Die Volksschule Erbendorf stellt Wege vor, um die Kompetenzen in Deutsch, Mathematik und Englisch zu stärken. Und die Hauptschule Wasserburg macht deutlich, wie die Schulfamilie die Persönlichkeit ihrer Schüler stärkt.
Am Nachmittag stehen Gesprächskreise auf dem Programm
Zu dem Kongress haben sich gegenwärtig rund 600 Teilnehmer angemeldet,
Pädagogen, Schüler, Eltern und Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft.
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