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Schulen im Freistaat gut aufgestellt

Müller weist Ramelows undifferenzierte Kritik am Thüringer Schulsystem zurück

Mehr zu: Förderschule, Hauptschule, Individuelle Förderung, Schulabschluss, Schulstruktur, Schulverweigerer, Statistik, Thüringen, Schule
Erfurt, 20.07.2009 -

Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) weist die Forderung des Linken-Politikers Bodo Ramelow nach dringender Korrektur der Bildungspolitik der Landesregierung zurück: "Es ist oberflächlich und undifferenziert, die Thüringer Schule permanent schlecht zu reden. Das hilft weder den Eltern und Schülern, noch motiviert es die Lehrer. Das Thüringer Schulsystem bietet alle Möglichkeiten. Wir machen Angebote, die Eltern und Schüler können entscheiden, welcher der für sie richtige Weg ist. Wir wollen keine verpflichtende Einheitsschule. Das gegliederte Schulsystem, das es seit 1990 im Freistaat gibt, ist unterdes Vorbild für die alten Länder geworden. In der Regelschule, dem Herzstück der Thüringer Schule, können Schüler, die den Haupt- oder Realschulabschluss anstreben, gemeinsam bis Klassenstufe 9 lernen. Die Landesregierung redet nicht nur von längerem gemeinsamen Lernen, die Landesregierung hat die Voraussetzungen dafür geschaffen."

Scharf kritisierte Müller die gestrigen Einlassungen von Ramelow zur Zahl der Schüler ohne Schulabschluss. Ramelow verschweige, dass es sich um Schüler ohne Hauptschulabschluss handelt. Aber in Thüringen erwerben Schüler an Förderschulen Schulabschlüsse zur individuellen Lebensbewältigung und Lernförderung. "Offensichtlich sind für den Linken-Politiker diese Abschlüsse nichts wert. Damit werden alle Schüler, die einen solchen Abschluss unter großen Anstrengungen erworben haben, in unzulässiger und verantwortungsloser Art und Weise diskriminiert. In Wirklichkeit haben in Thüringen im Schuljahr 2007/2008 insgesamt 688 von 20.360 Schülern die Schule ohne Abschluss verlassen. In den letzten 15 Jahren, auf die Herr Ramelow abstellt, ist auch die Zahl der Schüler ohne Hauptschulabschluss auf 7 Prozent gesunken und liegt unter dem Bundesdurchschnitt von knapp acht Prozent" so Müller.

"Jeder Schüler ohne Abschluss ist ein Schüler zuviel. Wir werden auch weiterhin alles tun, um Schüler zu einem Schulabschluss zu führen. Das funktioniert aber nicht, indem wir Schulstrukturdebatten führen. Vielmehr ist es wichtig, die individuelle Förderung weiter zu verstärken. Dafür sind die Voraussetzungen gegeben. Kleine Klassen, eine bundesweit vorbildliche Schüler-Lehrer-Relation und durchgehend angebotene Ganztagesbetreuung im Grundschulhort bilden optimale äußere Rahmenbedingungen. Das gegliederte Schulwesen im Freistaat ist leistungsfähig. Kontinuität, gute äußere Rahmenbedingungen und die engagierte Arbeit der Pädagogen sind der Schlüssel zum Erfolg", so Müller abschließend.

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