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Zahl der Adoptionen in Baden-Württemberg weiter rückläufig

658 Kinder und Jugendliche wurden adoptiert

Mehr zu: Baden-Württemberg, Europa, Schulpflicht, Statistik, Sonderthemen
Stuttgart, 22.07.2009 -

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2008 in Baden-Württemberg 658 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren adoptiert. Das waren 53 Adoptionen (- 7,5 Prozent) weniger als noch im Vorjahr. Damit erreicht die Zahl der Adoptionen im Land den niedrigsten Stand seit 1991, dem Jahr der Einführung dieser Statistik in ihrer heutigen Form. Damals wurden noch 1 005 Kinder und Jugendliche adoptiert (Schaubild).

Über die Hälfte der adoptierten Kinder (344) waren Jungen. 46,4 Prozent der Kinder (305) waren im schulpflichtigen Alter von 6 bis 15 Jahren, knapp ein Viertel (154) hatte das dritte Lebensjahr noch nicht erreicht.

Für weit über die Hälfte der Adoptierten (376) war mit der Adoption keine Veränderung der Lebensumstände und Bezugspersonen verbunden. Sie wurden von ihrem Stiefvater oder ihrer Stiefmutter an Kindes statt angenommen. Bei 38,4 Prozent der Fälle (253) standen die Adoptiveltern in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu dem von ihnen adoptierten Kind oder Jugendlichen. 18,5 Prozent der adoptierten Kinder und Jugendlichen (122) lebten vor der Adoption in einem Heim, 11 Kinder (1,7 Prozent) waren Vollwaisen.

Die deutsche Staatsangehörigkeit hatten 380 (57,8 Prozent) der Adoptierten. Von den Adoptivkindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammte fast die Hälfte (130) aus europäischen Ländern, darunter die meisten (70 Kinder) aus Ländern der Russischen Förderation. Ein Viertel der ausländischen Adoptierten kam aus Asien, darunter 22 Kinder aus Thailand und 7 Kinder aus Sri Lanka. 16,2 Prozent stammten aus Lateinamerika, darunter 20 Kinder aus Kolumbien. 57,9 Prozent der Kinder mit ausländischer Staatsangehörigkeit wurden aus Anlass der Adoption nach Baden-Württemberg geholt.

Am Ende des Jahres 2008 waren 35 Kinder und Jugendliche - 13 Mädchen und 22 Jungen - für eine Adoption vorgemerkt. Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 942 Bewerbungen von Paaren vor, die gern ein Kind adoptieren möchten. So kamen rein rechnerisch auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind 27 mögliche Adoptiveltern. In Adoptionspflege befanden sich 237 junge Menschen. Die Adoptionspflege ermöglicht ein gegenseitiges Aneinandergewöhnen, während das Kind oder der Jugendliche bei einem adoptionswilligen Paar lebt.

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