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Pressemeldung von: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Nichtversetzte 2008: Trend zu geringeren Quoten hält an

Stuttgart, 24.07.2009

Ende des Monats geht das Schuljahr 2008/09 zu Ende und die knapp 1,3 Millionen Schülerinnen und Schüler an den rund 4 100 allgemeinbildenden Schulen des Landes (ohne Zweiter Bildungsweg) bekommen ihre Jahreszeugnisse. Nicht alle werden das Klassenziel erreichen. Das Statistische Landesamt gibt in diesem Zusammenhang die Nichtversetzten-Quoten der Schüler bekannt, die im Sommer 2008 das Klassenziel nicht erreicht hatten.1)

An den Grundschulen des Landes mussten mit durchschnittlich 0,8 Prozent (wie in den Vorjahren 2007 und 2006) nur relativ wenige Schüler eine Klasse wiederholen. An den Hauptschulen verfehlten 1,6 Prozent, an den Realschulen 3,6 Prozent das Klassenziel (Vorjahr: 1,7 bzw. 3,6 Prozent). An den Gymnasien erreichten durchschnittlich 2,5 Prozent der Schüler das Klassenziel nicht (Vorjahr: 2,7 Prozent). Damit konnten die betrachteten weiterführenden Schularten den Stand des Vorjahres (niedrigste Quote der letzten 15 Jahre) entweder halten (Realschulen) oder sogar noch weiter unterbieten (Hauptschulen, Gymnasien). Insgesamt haben zum Ende des Schuljahres 2007/08

das Klassenziel nicht erreicht.

Während Mädchen an den Grundschulen nur leicht besser abschnitten als Jungen (0,7 zu 0,8 Prozent), ist der Unterschied an den Hauptschulen etwas größer (1,3 zu 1,9 Prozent). An den Gymnasien verfehlten 1,8 Prozent der Mädchen und 3,2 Prozent der Jungen das Klassenziel. Am größten ist der Abstand aber (wie im Vorjahr auch) an den Realschulen: hier erreichten 2,7 Prozent der Mädchen und 4,4 Prozent der Jungen das Klassenziel nicht.

An allen Schularten gibt es seit Jahren offenbar "kritische" Klassenstufen, in denen das Risiko einer Nichtversetzung höher ist. An den Hauptschulen ist dies vor allem die achte, an den Realschulen die neunte Klassenstufe. Im Jahr 2008 hatten 2,9 Prozent der Achtklässler an Hauptschulen und 7,2 Prozent der Neuntklässler an den Realschulen das Klassenziel nicht erreicht. An den Gymnasien kann vor allem die zehnte Klassenstufe als kritisch gelten – 2008 hatten hier 4,3 Prozent das Ziel dieser Klassenstufe verfehlt.

Zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen gab es beachtliche Unterschiede bei den Nichtversetztenquoten der einzelnen Schularten. An den Hauptschulen reichte die Spannweite im Jahr 2008 von 0,5 Prozent im Kreis Tübingen bis zu 3,8 Prozent in Baden-Baden. An den Realschulen hatte 2008 der Landkreis Biberach mit 1,4 Prozent die wenigsten, der Stadtkreis Baden-Baden mit 7,0 Prozent die relativ meisten Nichtversetzten. Die Nichtversetztenquoten an den Gymnasien schließlich schwankten zwischen 1,6 Prozent in den Landkreisen Tuttlingen, Biberach, Neckar-Odenwald-Kreis und 3,6 Prozent im Stadtkreis Pforzheim.

Unter den zehn Kreisen mit den relativ meisten Nichtversetzten befanden sich


Zur Veröffentlichung freigegeben - Statistisches Landesamt Baden-Württemberg / bildungsklick.de


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