GEW Baden-Württemberg
Rau schickt Hauptschul-Rektoren aufs Abstellgleis
Zusammenlegung zu Werkrealschulen führt zur Degradierung
Mehr zu: Baden-Württemberg, Hauptschule, Schulträger, Werkrealschule, SchuleDas Kultusministerium plant, Schulleitungen von Hauptschulen bei der Gründung der neuen Werkrealschulen schlechter zu bezahlen. Dies hat das Ministerium am ersten Ferientag den Schulen mitgeteilt. "Es ist eine Verhöhnung der engagierten Arbeit von Schulleiterinnen und Schulleitern. Gleichzeitig mit dem Landtagsbeschluss zur Einführung der neuen Werkrealschule werden sie aufgefordert, die neue Schulart loyal zu unterstützen, aber gleichzeitig müssen sie bei der Zusammenlegung von Hauptschulen mit einer Degradierung rechnen", sagte am Montag (03.08.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW):
Das Kultusministerium hat geregelt, wie mit den Schulleitungen verfahren werden soll, wenn mehrere Schulen sich zu einer Werkrealschule zusammenschließen. Wenn Schulleitungen nicht bereit sind, ersatzweise eine Schule in weiterer Entfernung zu leiten, können sie in eine niedrigere Besoldungsgruppe zurückgestuft werden. "Es ist absurd, dass die Schulleitungen die Schulträger bei der Schließung ihrer Schule beraten und damit ihre eigene Leitungsstelle abschaffen sollen", sagte Moritz.
Das Kultusministerium hat mit dieser Entscheidung auch den zuständigen Personalrat übergangen, der über die Pläne nicht informiert wurde. "Es ist stillos, dies den Schulleitungen am ersten Ferientag per E-Mail mitzuteilen. Dies ist der Gipfel einer Reihe von Zumutungen, die unsere Lehrerinnen und Lehrer an den Hauptschulen aus dem Kultusministerium erleben mussten. Das motiviert nicht für alltägliche schwierige Arbeit an diesen Schulen", sagte Moritz.
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