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Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
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Pressemeldung
Philologen-Verband NRW

FDP-Kritik an G8 ist nicht glaubwürdig

Hausaufgabenbetreuung kann nicht individuelle Förderung ersetzen!

Mehr zu: Förderunterricht, G8, Gymnasium, Hausaufgaben, Individuelle Förderung, Nordrhein-Westfalen, Schule
Düsseldorf, 10.08.2009 -

Kein Verständnis hat der nordrhein-westfälische Philologen-Verband, dass sich der FDP-Fraktionsvorsitzende, Dr. Gerhard Papke, in Wahlkampfzeiten mit plakativen Schlagworten zur Schulzeitverkürzung zu profilieren versucht.

Viele Maßnahmen wurden in den letzten 2 Jahren ergriffen, damit die organisatorischen Probleme der Schulzeitverkürzung gemindert und die inhaltlichen Konzepte glaubwürdiger vermittelt werden können. Jetzt Nachbesserungen beim "Turbo-Abi" zu fordern verkennt, dass die FDP die Schulzeitverkürzung als Regierungspartei mit verantwortet.

Gemeinsam mit Eltern, Schulleitern und mit Unterstützung des Philologen-Verbandes wurden u.a. die Rahmenbedingungen zum Nachmittagsunterricht verändert, Vorgaben zu Hausaufgaben präzisiert, die individuelle Förderung deutlich herausgestellt, Musterlehrpläne für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt, Lehrbücher stärker auf die Schulzeitverkürzung ausgerichtet und Informations-Flyer zur Schulzeitverkürzung ausgearbeitet.

"Es ist unverantwortlich, das Schuljahr 2009 / 2010 damit zu beginnen, dass man geradezu an Ängste und Sorgen erinnert, von Unterrichtsverdichtung spricht und von Szenarien, die Kinder überfordern und unter Druck setzen. Auch ist es unvernünftig, die Ergänzungsstunden, die bewusst zur individuellen Förderung genutzt werden sollen, jetzt umzufunktionieren zu Stunden der systematischen Hausaufgabenbetreuung in der Schule. Das ist nicht angemessen, zumal auch einige der Ergänzungsstunden nicht allen Schülerinnen und Schülern gleichermaßen zukommen müssen, sondern ganz gezielt zur Unterstützung von Schülergruppen eingesetzt werden sollen. Das Problem der Hausaufgaben bei umfänglichen Nachmittagsunterricht lässt sich jedenfalls so nicht lösen", stellt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes, fest.

Zweifellos ändern längere Aufenthaltszeiten der Schülerinnen und Schüler in der Schule auch die Hausaufgabenpraxis. Der Philologen-Verband geht davon aus, dass sich die Fachkonferenzen über den Umfang der Hausaufgaben verständigen. Sicher ist nur, dass auch in Zeiten der Schulzeitverkürzung Hausaufgaben sinnvoll sind. Dabei müssen allerdings die veränderten Rahmenbedingungen des häufigeren Nachmittagsunterrichts berücksichtigt werden. Darüber hinaus hat auch die Ausweitung der Ganztagsschulen Auswirkungen auf den Umgang mit Hausaufgaben.

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