GEW Bremen
Grund- und Sekundarschullehramt aufwerten
Mehr zu: Bremen, Heterogenität, Lehrerarbeitszeit, Lehrerbildung, Schulgesetz, Sekundarschule, Vergütung, SchuleDer Antrag der Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen, für alle Lehrkräfte eine gleichlange Studienzeit einzufordern, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßt die Initiative mit dem Hinweis, dass endlich die Lehrkräfte in allen Klassenstufen des Bildungswesens eine gleichlange und gleichwertige Ausbildung erhalten sollen.
Das bildungspolitische Signal dieses Antrages ist nur zu unterstützen: Lehrer/innen mit dem Lehramt Grund- und Sekundarschule erhalten ihren Masterabschluss bislang nach insgesamt vier Jahren an der Universität, andere Lehrämter haben eine fünfjährige Ausbildungszeit.
Mit der Angleichung der Ausbildungsdauer wird hervorgehoben, dass gerade in der Grundschule die Basis für die weitere schulische Laufbahn gelegt wird. Nicht zuletzt haben die erfolgreichen skandinavischen Länder ihre Ressourcen in den frühen Jahren des Bildungsprozesses konzentriert.
Ebenso wichtig ist die Konsequenz, dass es in der Sekundarstufe I nicht nur um gymnasiale Bildung geht. Insbesondere vor dem Hintergrund der durch das novellierte Schulgesetz entstehenden neuen Anforderungen bleibt eine hochwertige Ausbildung für heterogene Lerngruppen das Gebot der Stunde.
Allerdings muss dieses Ansinnen auch konsequent bis zu Ende gedacht werden: Bei gleicher Qualifizierung muss auch ein gleiches Gehalt auf dem Niveau der fünfjährigen Ausbildungszeit gezahlt werden. Mit Blick auf den Lehrermangel der kommenden Jahre wäre dies ein echter "Standortvorteil" für Bremen und Bremerhaven.
Diese Forderung gilt jedoch nicht nur für die zukünftigen Absolventen. Eine vor einigen Jahren vollzogene Abstufung von Grund- und Sekundarschullehrer/innen um eine Gehaltsstufe ist zurückzunehmen. Diese KollegInnen kommen nämlich noch aus einem Ausbildungssystem, in dem in Bremen die Lehrkräfte für alle Schulstufen gleichlang ausgebildet wurden.
Die GEW bekräftigt deshalb ihre Auffassung, dass sich die pädagogische Arbeit in den Schulstufen zwar von ihren spezifischen Aufgaben, nicht allerdings in ihrem Wert unterscheidet. Sie fordert deshalb folgerichtig die gleiche Bezahlung aller Lehrkräfte.
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