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Platz 2 beim Bildungsmonitor 2009: Sachsen und Thüringen bilden Spitzencluster

Müller: "Ausgezeichnete Betreuungsbedingungen und hohe Bildungsausgaben"

Mehr zu: Bildungsmonitor, Deutschland, Ganztagsschule, Individuelle Förderung, Klassenfrequenz, Sachsen, Schulstruktur, Statistik, Thüringen, Hochschule, Kindergarten / Vorschule, Schule
Erfurt, 20.08.2009 -

Der heute veröffentlichte Bildungsmonitor 2009 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bescheinigt Thüringen im Länder-Ranking einen hervorragenden zweiten Platz. Damit rückt der Freistaat einen Platz nach vorn. Mit Sachsen und Thüringen bilden die beiden ostdeutschen Freistaaten das Spitzencluster im Ländervergleich. Sachsen und Thüringen haben in den letzten fünf Jahren auch die größten Zuwächse erzielt.

Thüringen liegt im Dynamik-Ranking ebenfalls auf Platz 2. In den Handlungsfeldern "Betreuungsbedingungen" und "Ausgabenpriorisierung" rangiert Thüringen sogar auf Platz 1. Die Betreuungsbedingungen an den Schulen sind ausgezeichnet, so das Urteil der Autoren der Studie. Das ostdeutsche Spitzencluster Sachsen und Thüringen liegt auch im Handlungsfeld MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) deutlich oberhalb des für Deutschland ermittelten Werts. Die Hochschulen in beiden Bundesländern können als die Nachwuchsschmieden für Ingenieure angesehen werden, stellt die Studie fest.

Dazu erklärt Kultusminister Bernward Müller (CDU): "Seit 19 Jahren steht Thüringen für eine vernünftige und zukunftsweisende Bildungspolitik mit Augenmaß. Die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit unseres Bildungssystems wird vom Bildungsmonitor 2009 erneut bestätigt. Mit den höchsten Bildungsausgaben, der besten Schüler-Lehrer-Relation und ausgezeichneten Betreuungsbedingungen baut der Freistaat seine Spitzenposition in Deutschland weiter aus. Das leistungsfähige gegliederte Thüringer Schulsystem bietet für jeden Schüler die richtige Schule. Statt auf die Einheitsschule und somit auf die Abschaffung des Gymnasiums setzen wir auf Kontinuität, Verlässlichkeit und auf die bestmögliche individuelle Förderung. Die Landesregierung ist für das gemeinsame Lernen und den gemeinsamen Unterricht in einem differenzierten Schulwesen. Wir wollen nicht eine Schule für alle, sondern für jeden die richtige Schule."

Der deutliche Sprung Thüringens im Vergleich zum Vorjahr sei laut Studie vor allem auf die Fortschritte im Handlungsfeld Schulqualität zurückzuführen. Die Thüringer Jugendlichen hätten sich bei PISA-2006 im Bereich Naturwissenschaften gegenüber PISA-2003 signifikant verbessert. Dazu komme, dass die Grundschüler in Thüringen bei IGLU-2006 die besten Leistungen im Vergleich aller Bundesländer erzielten. Ferner hätten sich die Betreuungsbedingungen im Vorschulbereich, an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an den Hochschulen weiter verbessert. Dies gelte gleichermaßen für die Betreuungsrelationen wie für die Klassengrößen. Die Betreuungsbedingungen in Sachsen und Thüringen seien weiterhin über alle Bildungsstufen hinweg die besten in Deutschland. So zähle die Relation zwischen der Anzahl der Schüler und jener der Lehrer, die die Möglichkeiten für eine individuelle Förderung signalisieren, in beiden Ländern bundesweit zu den niedrigsten. Auch die Förderinfrastruktur in Form von Angeboten für Ganztagsbetreuung im Vorschul- und Schulbereich sei in Thüringen mit am besten aufgebaut. Das offene und gebundene Ganztagsangebot erfasse 68 Prozent der Grundschüler, im Bundesschnitt seien es lediglich 15,5 Prozent. In Thüringen sei auch der Anteil der Schüler, die nicht die für eine erfolgreiche Bildungs- und berufliche Laufbahn erforderlichen Kompetenzen aufwiesen, deutlich kleiner als im Bundesschnitt. Lediglich 6,8 Prozent der Grundschüler in Thüringen zählen zu den leseschwachen Schülern. Das ist bundesweit Spitze.

Die Bildungsstudie wurde im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellt. Bewertet wurden mehr als 100 Indikatoren. Weitere Informationen sind im Internet unter www.insm.de zu finden.

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